5000 Anwendungen wurden am Wochenende aus dem App-Store entfernt. Apple nennt sie "sexuell freizügig". Kritiker finden die Regelauslegung "noch strenger als erwartet".
Apple[1] ist dabei, den App Store für das iPhone[2] von "sexuell zu freizügigen" Applikationen zu befreien. Allein am vergangenen Wochenende wurden rund 5000 "anstößige" Anwendungen entfernt.
Jon Atherton, Entwickler der App "Wobble", hat nach eigenen Angaben mit Apple über die neuen Vorgaben für sexuelle Inhalte gesprochen, die auf dem iPhone oder dem iPod Touch[3] erscheinen. Nach seinen Angaben sind diese Regeln noch strenger als erwartet.

Zensiert: iPhone-App Wobble
Laut Atherton hat Apple alle Applikationen vom Shop ausgeschlossen, die Bilder von Frauen (oder Männern) in Badeanzügen zeigen, sowohl Bikinis als auch Einteiler. Natürlich sind nackte Tatsachen verboten, laut Atherton fallen aber alle Arten von nackter Haut, und sogar Silhouetten von nackten Körper unter den Bann.
Apple war schon früher rigoros gegen in irgendeiner Weise "anstößige" Anwendungen vorgegangen. Ein Grund könnte sein, dass sich die Jugendschutzeinstellungen von iTunes[4] nicht mit iPhone und iPod synchronisieren lassen. Bekannt wurde zum Beispiel das Vorgehen gegen den E-Book-Reader Eucalyptus[5], den Apple zunächst ablehnte[6], weil man mit ihm das altindische Liebesbuch "Kamasutra[7]" lesen konnte.
Unter den Bann[8] fiel auch das Wörterbuch Ninjawords[9], weil es angeblich "anstößige" Begriffe enthielt. Die musste der Benutzer allerdings selbst aktiv eingeben, um sie zu finden - wie in jedem Wörterbuch.
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