Der Kauf behindert den Wettbewerb nicht. Die Behörde hat besonders den Bereich Router und Switches unter die Lupe genommen. Dort erhält HP mit 3Com Technologien, um Cisco Paroli bieten zu können.
Die Europäische Kommission ist bei ihrer Prüfung[1] des Übernahmeangebots von Hewlett-Packard[2] für 3Com[3] zu dem Schluss gekommen, dass der Wettbewerb im Markt für Router und Switches dadurch nicht beeinträchtigt wird. Die Präsenz von Hewlett-Packard auf mit Netzwerkausrüstung zusammenhängenden IT-Märkten wirke sich nicht nachteilig aus. Mit dem Kauf erwirbt HP auch die als IT-Security-Anbieter tätige 3Com-Tochter Tipping Point[4].
Die Kommission teilte weiter mit, "dass das neue Unternehmen auf dem Markt für Netzwerkausrüstung und IT-Dienste angesichts der Vielzahl von Anbietern[5] eine relativ unbedeutende Position einnehmen und daher nach dem Zusammenschluss nicht in der Lage sein wird, konkurrierenden Anbietern den Zugang zu Abnehmern der anderen IT-Produkte und Dienste von Hewlett-Packard zu verwehren."
HP hatte im November ein Gebot in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar für 3Com abgegeben[6]. Besonderes Interesse hat HP an 3Coms Geschäften in China. Das Tochterunternehmen H3C Technologies[7] gehört zu den drei führenden Anbietern[8] im Reich der Mitte. Im vergangenen Jahr entfiel rund die Hälfte der 3Com-Umsätze auf den chinesischen Markt.
Ein Kaufangebot des Telekomausrüsters Huawei[9] für 3Com war 2008 an Sicherheitsbedenken der US-Behörden[10] gescheitert.
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