Bisher lehnte er Telefone und Handys ab. Doch das Nexus One findet er praktisch. Die Telefonfunktion ist sekundär. Erst seit kurzem kann man allerdings Linux-Anwendungen für Android kompilieren.

Der Leiter der Linux-Kernel-Programmierung, Linus Torvalds[1], hat sich in seinem Blog[2] begeistert über Googles Smartphone-Modell Nexus One[3] geäußert. "Im Allgemeinen kann ich Telefone nicht ausstehen - sie nerven und stören ständig bei der Arbeit oder beim Lesen. Ein Handy ist da nur eine Möglichkeit, sich überall nerven zu lassen. Aber ich muss zugeben, das Nexus One hat mich überzeugt."
Wie Torvalds in dem Blogeintrag weiter schildert, haben ihn die Features des Telefons umgestimmt. "Ich wollte sowieso schon ein GPS-Navi für mein Auto, und dann dachte ich mir, dass Telefone mit Googles Navigation endlich zu etwas Nützlichem werden - und so ist es auch. Ich habe nicht mehr das Gefühl, einen nutzlosen Gegenstand für den Fall der Fälle mit mir herumzutragen, dass ich jemanden kontaktieren muss - jetzt habe ich ein nützliches (und zugegebenermaßen elegantes) Gadget dabei. Dass man es als Telefon benutzen kann, finde ich sekundär."
Mit weniger versierten Kunden als Torvalds hat Google mehr Probleme. Für den ungewohnten Hardware-Kundensupport sucht es Mitarbeiter[4]. Auch soll der Verkauf nicht allzu positiv[5] laufen - etwas Werbung durch den Erfinder von Linux dürfte da gerade recht kommen.
Googles Smartphone-Betriebssystem Android[6] basiert auf Linux[7], doch die Anwendungen setzen typischerweise nicht darauf auf, sondern auf einer Java-artigen Schicht: Googles virtueller Maschine Dalvik mit ihren Software-Bibliotheken. Google hat jedoch kürzlich ein Software Development Kit herausgebracht[8], mit dem man auf Android direkt lauffähige Software kompilieren kann. Mozilla arbeitet damit derzeit an einer Firefox-Variante für Android[9].
Bildergalerie
HTC Hero: So sieht HTCs drittes Android-Handy mit neuer Nutzeroberfläche aus[10]
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