450 Mitarbeiter müssen gehen. Das sind weltweit gesehen 6,5 Prozent. Eine Sprecherin gibt außer der Wirtschaftslage auch der Technik die Schuld. "DVD-Kaufgewohnheiten" haben sich geändert.

Sony Picture Entertainment[1], eines der sechs großen Filmstudios in Hollywood, hat seinen Mitarbeitern angekündigt, dass es im März 450 von ihnen entlassen wird. Dies berichtet[2] die Los Angeles Times. Die Zahl entspreche 6,5 Prozent aller Mitarbeiter weltweit.
Sony Pictures, das zuletzt Filme wie 2012[3] oder "Michael Jackson: This is it[4]" produzierte, hat schon eine Entlassungsrunde hinter sich. Im März 2009 strich das Studio 250 Stellen.
Amy Pascal, einer der Geschäftsführer des Studios, erklärte laut Bericht in einem Video an die Sony-Mitarbeiter: "Unsere Industrie ist von zwei Faktoren betroffen. Ein Faktor ist natürlich die Wirtschaft, der andere die Technik. In den vergangenen zwei Jahren hat die Technik die DVD-Kaufgewohnheiten der Kunden verändert. Das hatte große Auswirkungen auf unser Unternehmen und die ganze Branche."
Wenn Pascal von veränderten "DVD-Kaufgewohnheiten" spricht, kann man deutlich die bekannte Klage über Raubkopien von Filmen heraushören. Andererseits spüren die Studios die Konkurrenz von Websites wie Netflix[5], die Filme live über das Web streamen. iTunes[6] vermietet und verkauft ebenfalls Filme. Über Hulu[7], Youtube[8] und Sonys eigenem Crackle.com[9] kann man kostenlos und teilweise werbefinanziert Videos und Fernsehserien ansehen.
Allgemein hat heute der Anwender, der sich unterhalten lassen will, mehr Auswahl: Computerspiele, Kabelfernsehen, Soziale Netzwerke[10], Video-Sites und Internet-Radio kämpfen um seine Aufmerksamkeit.
Das alles trägt dazu bei, dass der Heimvideo-Markt, einst die Melkkuh der Filmbranche, schrumpft. Laut Los Angeles Times[11] sind die Verkäufe von DVDs und Blu-Ray-Disks allein im vergangenen Jahr in den USA um mehr als 13 Prozent zurückgegangen. Regisseur Francis Ford Coppola sagt: "Das Kino, so wie wir es kennen, geht unter."
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