Infineon hat das erste Quartal seines Geschäftsjahrs 2010 (bis 31. Dezember) mit einem deutlichen Gewinnplus abgeschlossen und daraufhin seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Standen im Vorjahresquartal noch 404 Millionen Euro Verlust zu Buche, erzielte der Halbleiterhersteller nun 66 Millionen Euro Gewinn. Darin sind allerdings auch Erlöse aus dem Verkauf der Festnetz-Chipsparte enthalten.
Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern, betrug 112 Millionen Euro (2009: minus 285 Millionen Euro). Das Nettoergebnis aus fortgeführten Geschäften (ohne Qimonda) verbesserte sich von minus 119 Millionen Euro im ersten Fiskalquartal 2009 auf minus 46 Millionen Euro. Statt eines Fehlbetrags von 0,46 Euro pro Aktie im Anfangsquartal 2009 erwirtschaftete Infineon einen Konzernüberschuss von 0,06 Euro je Aktie.
Auch der Umsatz weist der heute veröffentlichten Bilanz (PDF) zufolge in eine vielversprechende Richtung: Er stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 941 Millionen Euro. Für das zweite Quartal erwartet Infineon ähnlich hohe Einnahmen.
"Dank unserer führenden Marktpositionen haben wir die allgemeine Erholung der Wirtschaft im ersten Geschäftsquartal in operative Ergebnisse umgesetzt, die unsere ursprünglichen Erwartungen übertrafen. Besonders die Segmente Automotive sowie Industrial & Multimarket konnten in hohem Maße vom Marktaufschwung profitieren", sagte Vorstandssprecher Peter Bauer.
"Trotz der unsicheren weltwirtschaftlichen Entwicklung in der zweiten Hälfte dieses Geschäftsjahrs erhöhen wir unsere Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2010. Wir erwarten nun ein Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent und eine Segmentergebnis-Marge im hohen einstelligen Bereich", so Bauer weiter. Bisher war das Unternehmen von einem Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent ausgegangen.
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