Symantec: Zahl nicht englischsprachiger Phishing-Angriffe sinkt um 26 Prozent

(http://www.zdnet.de/news/41525933/symantec-zahl-nicht-englischsprachiger-phishing-angriffe-sinkt-um-26-prozent.htm)

von Björn Greif, 19. Januar 2010

Auch die Menge der von Toolkits generierten Phishing-URLs nimmt weiter ab. Dafür beobachten die Sicherheitsforscher zunehmend Spam-Attacken. Zwei Prozent aller weltweit versandten Spammails stammen aus Deutschland.

Symantec[1] hat seine Phishing[2]- und Spam-Reports[3] (PDF) für Dezember 2009 veröffentlicht. Demnach hat die Zahl der nicht englischsprachigen Phishing-Versuche um 26 Prozent abgenommen. Hinter den drei häufigsten Sprachen Italienisch, Französisch und Portugiesisch folgt Deutsch auf Rang sechs.

Insgesamt ging die Zahl der Phishing-Attacken gegenüber November um vier Prozent zurück. Auch die Menge der von Toolkits generierten Phishing-URLs schrumpfte im Vergleich zum Vormonat um 19 Prozent auf 21 Prozent.

Beim Spam ist hingegen keine Besserung in Sicht: 57 Prozent aller aktuell versandten Spam-Nachrichten stammen aus Nordamerika und der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika). Das entspricht einem Anstieg um sieben Prozent im Vergleich zum November 2009. Meldungen zum Thema Gesundheit sowie Produktvorstellungen machen insgesamt 52 Prozent aller Spam-Mitteilungen aus.

Im Dezember verschickten einige Angreifer Nachrichten über das E-Mail-System von Amazon[4], nachdem sie sich ein Konto bei dem Onlinehändler eingerichtet hatten. Klickten Empfänger auf den in den E-Mails eingebetteten Link, wurden sie automatisch auf die Amazon-Webseite weitergeleitet und zum Kauf von Medikamenten aufgefordert.

Bei einer anderen Masche gaben die Spammer in ihren E-Mails die angebliche Insolvenz verschiedener Banken bekannt, mit dem verlinkten Hinweis "Learn how to save money". Sobald dieser angeklickt wurde, installierte sich der Trojaner "Trojan.Pidief".

Der größte Spam-Anteil stammt mit 23 Prozent nach wie vor aus den USA, der Wert ist gegenüber dem Vormonat sogar leicht um 3 Prozent gestiegen. Dahinter folgen Brasilien mit 11 Prozent, Indien mit 5 Prozent sowie die Niederlande, Vietnam, Südkorea, Polen und Rumänien mit je 3 Prozent. Deutschland liegt mit 2 Prozent auf Platz neun.

Mit einem Anteil von zwei Prozent nimmt Deutschland in Symantecs Rangliste der aktivsten Spam-Regionen Rang neun ein (Bild: Symantec).
Mit einem Anteil von zwei Prozent nimmt Deutschland in Symantecs Rangliste der aktivsten Spam-Regionen Rang neun ein (Bild: Symantec).

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[1] = http://www.symantec.de/
[2] = http://eval.symantec.com/mktginfo/enterprise/other_resources/b-state_of_phishing_report_01-2010.en-us.pdf
[3] = http://eval.symantec.com/mktginfo/enterprise/other_resources/b-state_of_spam_report_01-2010.en-us.pdf
[4] = http://www.amazon.de