Der Branchendienst Digitimes berichtet von einem Launch im März 2010. Eventuell seien Engpässe bei 40-Nanometer-Chips an der Verzögerung Schuld. AMD kämpft ebenfalls mit Lieferproblemen.
Nvidias[1] neuer Grafikprozessor (GPU[2]) mit dem Codenamen Fermi[3] verspätet sich weiter. Digitimes[4] berichtet unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise, dass erste Fermi-GPUs erst im März 2010 erscheinen werden.
Ursprünglich sollte Fermi bereits im November 2009 auf den Markt kommen. Dann wurde der Launch aber auf Januar 2010 zur CES[5] verschoben. Nun habe Nvidia den Grafikkartenherstellern mitgeteilt, dass die GPU offiziell erst im März vorgestellt werde, schreibt Digitimes.
Im Frühjahr soll nun das Fermi-Modell GF-100 mit 40 Nanometern GDDR5-Speicher erscheinen. Für das zweite Quartal 2010 sei das High-End-Modell GF-104 geplant, die die bisherigen Geforce-Varianten GTX295, 285, 275 und 260 ablösen sollen.
Digitimes weist darauf hin, dass sich die Ausbeute von 40-Nanometer-Chips des taiwanischen Auftragsfertigers TSMC, die auch die Grafikchips von AMD fertigen, verbessert habe, aber immer noch nicht für die zwei großen GPU-Anbieter AMD[6] und Nvidia reiche. Dieser Chip-Engpass sei nach Angaben von informierten Kreisen der Grund für einige verspätete Produktstarts. Nvidia hat bislang den Digitimes-Bericht nicht kommentiert.
AMD kann die offensichtlichen Schwierigkeiten nicht voll ausnutzen. Zwar hat der Nvidia-Konkurrent schon im Herbst DirectX-11-Grafikchips vorgestellte, doch ist die Verfügbarkeit teilweise sehr schlecht. Die High-End-Modelle Radeon HD 5970, 5870 und 5850[7] sind so gut wie nicht lieferbar. Lediglich die Midrange-Varianten HD 5770 und 5750[8] sind bei einigen Händlern ab Lager erhältlich. Für das Einsteiger-Segment plant AMD die Vorstellung weiterer DirectX-11-Chips. Im Januar will der Hersteller GPUS mit der Bezeichnung HD 5600, 5500 und 5400 präsentieren.
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