Kunden von TeliaSonera können ab sofort mit bis zu 100 MBit/s mobil online gehen. Die zugrunde liegende Netzwerktechnik stammt von Ericsson. Der Zugang erfolgt mittels USB-Modems von Samsung.

Das erste kommerzielle LTE-Modem von Samsung (Bild: Ericsson).
TeliaSonera[1] hat heute in Stockholm das nach eigenen Angaben weltweit erste kommerzielle mobile Breitbandnetz in Betrieb genommen, das auf der neuen Funktechnologie Long Term Evolution[2] (LTE) basiert. Die Technik des 4G-Netzes[3] stammt von Ericsson[4].
Die LTE-Technologie bietet gegenüber UMTS höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten sowie kürzere Verzögerungszeiten. Es ermöglicht in der ersten Ausbaustufe Datenraten von über 100 MBit/s im Downstream und mehr als 50 MBit/s im Upstream. UMTS mit HSPA kommt derzeit üblicherweise auf maximal 7,2 MBit/s beim Empfang und bis zu 2 MBit/s beim Versand. LTE kann sowohl in neuen als auch vorhandenen Frequenzbändern eingesetzt werden.
Das LTE-Netz von Ericsson versorgt die komplette Innenstadt von Stockholm. Damit ist es das derzeit größte 4G-Netz der Welt. Der Zugriff erfolgt mittels USB-Sticks[5] von Samsung[6], die Ende Oktober in Stockholm getestet wurden[5].
"Heute wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der mobilen Breitbandnetze aufgeschlagen. Mit den durch LTE möglichen Übertragungsgeschwindigkeiten wird die uneingeschränkte mobile Nutzung des Internets möglich", sagt Carl-Henric Svanberg, President und CEO von Ericsson.
Kenneth Karlberg, Präsident und Leiter Mobility Services bei TeliaSonera, ergänzt: "Wir sind sehr stolz, unseren Kunden als weltweit erster Netzbetreiber 4G-Dienste anbieten zu können. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Ericsson können wir dies in Stockholm sogar früher als ursprünglich geplant tun." Eigentlich sollte das LTE-Netz erst Anfang 2010 seinen Betrieb aufnehmen.
Die Europäische Union hatte im August angekündigt[7], 18 Millionen Euro in ein Förderprogramm für die mobile Breitband-Übertragungstechnik LTE Advanced zu investieren. Die Forschung soll 2010 beginnen. LTE Advanced ermöglicht nach ersten Plänen Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s.
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