Die bisherige Wettbewerbskommissarin ist die Nachfolgerin von Viviane Reding. Reding übernimmt den Bereich Justiz und Bürgerrechte. Das EU-Parlament muss den Nominierungen noch zustimmen.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat am Freitag die Mitglieder der neuen EU-Kommission[1] vorgestellt. Die bisher für Wettbewerbsfragen zuständige Kommissarin Neelie Kroes[2] übernimmt den Bereich Informationsgesellschaft und Medien von Viviane Reding[3], die Justizkommissarin wird.
Kroes leitet künftig auch die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (Enisa[4]) und die Generaldirektion für Informationsgesellschaft und Medien[5]. Sie ist damit unter anderem für den Wettbewerb innerhalb der ITK-Industrie zuständig.
In ihrer fünfjährigen Amtszeit als Wettbewerbskommissarin hatte Kroes die Kartellermittlungen gegen Microsoft[6] und Intel[7] geleitet. Sie untersuchte zudem die Bündelung des Internet Explorer mit Windows und die Übernahme[8] von Sun Microsystems[9] durch Oracle[10]. Ihr Nachfolger wird der bisherige Kommissar für Wirtschaft und Währung, Joaquín Almunia[11].
Viviane Reding ist in der neuen EU-Kommission für Justiz, Grundrechte und Bürgerrechte zuständig. Sie hatte in ihrer Amtszeit die neuen Telekommunikationsgesetze[12] auf den Weg gebracht und war an der Diskussion über Googles Buchsuche und dem mit Autoren und Verlegern ausgehandelten Vergleich beteiligt[13].
Das Europäische Parlament muss der neuen Kommission im Januar noch seine Zustimmung erteilen. Barroso hat für die kommende Amtszeit 26 Kommissare und sieben Vizepräsidenten der EU-Kommission benannt, darunter auch Kroes und Reding.
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