Philips und andere Hersteller sollen Preise illegal in die Höhe getrieben haben. Sie erhalten von der EU-Kommission eine Liste mit Beanstandungen. Dazu müssen die Unternehmen innerhalb von zwei Monaten Stellung nehmen.
Die EU-Kommission[1] wirft mehreren Herstellern von Bildschirmröhren vor, sich an Preiskartellen für Fernsehgeräte und Bildschirme beteiligt sowie die Preise für Röhrenmonitore künstlich in die Höhe getrieben zu haben. Wie Computerworld[2] meldet, hat die Kommission den Unternehmen eine Liste mit Beanstandungen geschickt. Sie haben zwei Monate Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern.
Um welche Unternehmen es sich handelt, teilte die EU-Kommission nicht mit. Allerdings bestätigte der niederländische Elektronikkonzern Philips[3] in einer Mitteilung an die Börse Euronext[4], ein solches Schreiben erhalten zu haben. Das Unternehmen bereitet laut Sprecher Joon Knapen derzeit eine Antwort vor.
Nach Angaben von Jonathan Todd, Sprecher der EU-Kommission, arbeitet man bei den Untersuchungen mit anderen Kartellbehörden, beispielsweise in Japan, zusammen. Auch wenn der Markt für Röhrenbildschirme und -fernseher in den vergangenen Jahren stark geschrumpft ist, sind solche Geräte laut Todd vor allem in Süd- und Osteuropa noch weit verbreitet.
Im vergangenen Jahr hatte das US-Justizministerium[5] illegale Preisabsprachen bei LCD-Panels aufgedeckt. Die Hersteller LG Display[6], Sharp[7] und Chunghwa Picture Tubes[8] räumten im November 2008[9] eine Kartellbildung ein und erklärten sich zu einer Zahlung von 585 Millionen Dollar bereit.
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