Jen-Hsun Huang widerspricht Gerüchten über einen Einstieg in den Markt für x86-CPUs. Ihm zufolge bleibt die Strategie des Unternehmens auf Grafikprozessoren ausgerichtet. Nvidia will vor allem im Bereich Parallel-Computing wachsen.

Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang (Bild: Nvidia)
Nvidia[1]-CEO Jen-Hsun Huang hat Ende vergangener Woche in einem Interview der Entwicklung von Intel[2]-kompatiblen x86-Prozessoren eine Absage erteilt. Er widersprach damit Gerüchten, wonach der Grafikkartenhersteller einen Einstieg in den Markt für x86-Prozessoren plane.
"Nvidias Strategie ist sehr eindeutig. Ich bin aufrichtig in diesem Punkt. Mehr als jemals zuvor müssen wir uns auf Visual- und Parallel-Computing konzentrieren", sagte Huang bei der Vorstellung der aktuellen Quartalszahlen[3] seines Unternehmens.
Nvidia sehe seine Wachstumschancen darin, die GPU in unterschiedlichen Plattformen zu etablieren. "Grafikprozessoren in Servern für Parallel-Computing, Supercomputing, Cloud-Computing und Streaming-Video bieten fabelhafte Chancen." Auch mobile Geräte seien ein Markt für Nvidia, so Huang mit Verweis auf den Tegra-Chip des Unternehmens, der beispielsweise in Microsofts Media-Player Zune HD zum Einsatz kommt.
Huang wies zudem Spekulationen zurück, Nvidia werde im Bereich der Chipfertigung mit Globalfoundries[4] zusammenarbeiten. Sein Unternehmen halte trotz vorhandener Kapazitätsprobleme an Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC[5]) als Fertigungspartner fest.
Trotz Huangs Aussagen erwartet Doug Freedman, Analyst der Investmentbank Broadpoint AmTech[6], dass Nvidia in den Markt für X86-CPUs einsteigen wird. "Wir glauben, dass Nvidia in den nächsten zwölf Monaten x86-CPUs liefern wird", so Freedman. Der Schritt sei notwendig, um die mit GPUs und Chipsätzen erzielten Umsätze zu erhalten. Nvidia habe zudem einige ehemalige Transmeta-Mitarbeiter eingestellt. Transmeta, das vor rund einem Jahr für 225 Millionen Dollar[7] von Novafora gekauft wurde, stellte früher energieeffiziente x86-Chips her.
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