Die Benutzerkontensteuerung stoppt in einem Test nur einen aktuellen Schädling. Zwei weitere Schadprogramme verursachen Fehlermeldungen unter Windows 7. Sophos zufolge ist die UAC kein effektiver Schutz vor moderner Malware.
Sophos[1] hat die Voreinstellungen der Benutzerkontensteuerung (UAC[2]) in Windows 7 kritisiert. Das neue Microsoft[3]-Betriebssystem ist Tests des Unternehmens zufolge anfällig für sieben von zehn aktuellen Viren.
Für seine Tests hat der Sicherheitsanbieter einen Computer mit frisch installiertem Windows 7 und ohne Antivirensoftware zehn neu entdeckten Schadprogrammen ausgesetzt. Einen Schädling blockierte die Benutzerkontensteuerung, während zwei weitere, unabhängig von der UAC, aufgrund von Fehlern nicht installiert wurden.
"Unglücklicherweise und entgegen Microsofts Behauptungen enttäuscht Windows 7 genau wie frühere Versionen von Windows", schreibt Chester Wisniewski, Sicherheitsberater bei Sophos, in einem Blogeintrag[4]. In sieben Fällen habe die UAC versagt, was zeige, dass sie in der Voreinstellung nicht in der Lage sei, einen PC effektiv vor moderner Malware zu schützen. "Die gute Nachricht ist: Von den zehn jüngsten Schädlingen wurden zwei nicht korrekt unter Windows 7 ausgeführt."
Im Oktober 2008 hatte Microsoft Änderungen[5] an der mit Vista eingeführten Benutzerkontensteuerung angekündigt, um Probleme wie eine nicht intuitive Bedienung und nicht nachvollziehbare Meldungen zu beheben. Weitere Verbesserungen[6] stellte der Softwareanbieter für den Release Candidate von Windows 7 in Aussicht. Zuvor war ein Proof-of-Concept aufgetaucht[7], der die UAC ohne Wissen des Anwenders ausschalten konnte.

Die Benutzerkontensteuerung von Windows 7 hat in einem Test von Sophos nur einen von zehn aktuellen Schädlingen blockiert (Bild: Sophos).
[1] = http:/
[2] = http:/
[3] = http:/
[4] = http:/
[5] = http:/
[6] = http:/
[7] = http:/