"Karmic Koala" beschleunigt den Bootvorgang und unterstützt Cloud-Computing. Es enthält Kernel 2.6.31, Gnome 2.28, die Paketverwaltung Software Center und einen Ubuntu-One-Client. Über letzteren stehen 2 GByte kostenloser Onlinespeicher zur Verfügung.
Die Entwickler der Linux-Distribution Ubuntu[1] haben gestern planmäßig die Final von Version 9.10 (Codename "Karmic Koala") in einer Desktop- und einer Servervariante freigegeben. Die Varianten Kubuntu, Edubuntu, Xubuntu, Ubuntu Studio und Mythbuntu stehen ebenfalls in aktualisierter Fassung zur Verfügung.
Neben der Kernel-Version 2.6.31-14.48 enthält Ubuntu 9.10[2] unter anderem die um neue Applikationen erweiterte Desktop-Umgebung Gnome 2.28[3] und einen Client für den cloudbasierten Filesharing-Dienst Ubuntu One[4], mit dem sich via Onlinespeicher mehrere Rechner synchronisieren lassen. 2 GByte kostenloser Speicherplatz sind enthalten.
Zusätzlich haben die Entwickler den Bootvorgang durch den Umstieg von System-V-Init auf Upstart[5] optimiert und die Paketverwaltung Software Center[6] eingeführt, die den Punkt "Hinzufügen/Entfernen" im Applikationsmenü ersetzt. Als Standarddateisystem dient nun Ext4[7], als Standard-Bootloader kommt bei Neuinstallationen Grub 2[8] zum Einsatz. Zudem haben die Entwickler den iSCSI-Installationsprozess verbessert.
Die Servervariante von Ubuntu 9.10 unterstützt Cloud-Computing. Dazu wurde die API von Amazons EC2[9] integriert, mit der Nutzer einen eigenen Cloud-Service aufsetzen können. Um Rechenzentren den Aufbau von stromsparenden Cloud-Diensten zu ermöglichen, enthält die Server-Edition auch das Open-Source-Framework Eucalyptus[10] der Santa Barbara University.
Die finalen Versionen von Ubuntu[11], Kubuntu[12] (mit KDE 4.3.2) , Edubuntu[13], Xubuntu[14], Ubuntu Studio[15] und Mythbuntu[16] stehen ab sofort zum kostenlosen Download bereit. Es gibt drei Varianten: Neben der von CD ausführbaren Desktop-Version für Intel-x86- und AMD-64-Systeme liefern die Entwickler auch ein "Alternate"-Image mit Textmodus-Installer (x86 und x64) und eine Server-Variante (x86, x64), die auf eine grafische Benutzeroberfläche verzichtet. Außerdem stellt Canonical[17] Images von Ubuntu Server[18] für Ubuntu Enterprise Cloud[19] und Amazon EC2 bereit. Für Netbooks gibt es Ubuntu Netbook Remix[20].

Das neue Software Center ersetzt den Eintrag "Hinzufügen/Entfernen" im Anwendungsmenü (Screenshot: ZDNet).
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