Chef des Tochterunternehmens ist Robert Chandhok, bisheriger Vizepräsident der CDMA-Sparte. QuIC soll bestehende Open-Source-Projekte vorantreiben. Es wird sich auf Mobilfunkprojekte wie Android, Chrome und Symbian konzentrieren.
Qualcomm[1] hat ein Innovationszentrum für Open Source gegründet. Chef des neuen Tochterunternehmens namens Qualcomm Innovation Center (QuIC) ist Rob Chandhok, Senior Vice President of Software Strategy bei Qualcomms CDMA[2]-Sparte. Mit dem QuIC verfolgt der Chiphersteller das Ziel, Code zu Open-Source-Projekten beizusteuern und sie für Qualcomm-Produkte zu optimieren.
Der Schwerpunkt von Qualcomm liegt auf Linux und Webkit. Letzteres ist eine freie HTML-Rendering-Bibliothek, die als Basis für Browser wie Apple[3] Safari oder Google[4] Chrome dient. Konkret will das Unternehmen daran arbeiten, Android, Chrome und Symbian an Qualcomm-Produkte anzupassen.
Schon im Mai hatte Qualcomm gemeinsam mit Freescale angekündigt[5], mobile Geräte mit Linux statt Windows auf den Markt zu bringen. Sie sollen leichter und günstiger sein als Netbooks und nicht über eine Intel[6]-Atom-CPU, sondern über einen ARM[7]-Prozessor verfügen.
"Die Open-Source-Softwareentwicklung und die treibende Kraft der Entwicklergemeinde gewinnen für die Mobilfunkbranche immer mehr an Bedeutung", sagte Chandhok. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen auch die Analysten von Juniper Research[8]. Sie rechnen damit, dass die Zahl der Smartphones mit Open-Source-Betriebssystem von 106 Millionen im laufenden Jahr auf 223 Millionen bis zum Jahr 2014 steigt. Schon jetzt seien 60 Prozent der Smartphones mit Open-Source-Software ausgestattet.
Offiziell will Chandhok die Ausgründung im Rahmen des Symbian Exchange & Exposition 2009[9], einer Veranstaltung der Symbian Foundation[10], am 28. Oktober vorstellen.
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