Das Browser-Plug-in soll die Angriffsfläche für Malware und schädliche Skripte erhöhen. Daher rät Microsoft von der Nutzung ab. Die Erweiterung ermöglicht die Ausführung des Google Browsers im Internet Explorer.
Microsoft[1] hat vor der Nutzung der kürzlich vorgestellten Internet-Explorer-Erweiterung "Chrome Frame[2]" gewarnt, die die Ausführung des Google-Browsers im Internet Explorer ermöglicht. Nach Ansicht des Softwareanbieters stellt das Plug-in ein mögliches Sicherheitsrisiko dar.
"Mit Internet Explorer 8 haben wir erhebliche Fortschritte gemacht, damit der Browser für unsere Kunden sicherer wird", heißt es in einer Stellungnahme von Microsoft. "Angesichts der Sicherheitsprobleme von Plug-ins im Allgemeinen und von Google Chrome im Besonderen verdoppelt das Plug-in die Angriffsfläche für Malware und schädliche Skripte. Wir können nicht empfehlen, dieses Risiko einzugehen."
Microsoft verweist zudem auf eine im August veröffentlichte Studie von NSS Labs[3], wonach der Internet Explorer 8 angeblich mehr Schutz vor gefährlichen Websites bietet als die Konkurrenz. In den Tests hatte der IE8 81 Prozent aller mit Malware präparierten Websites blockiert, während Chrome 2 nur 7 Prozent erreichte. Die aktuelle Version Chrome 3[4] hat Google erst Mitte September veröffentlicht.
Plug-ins von Drittanbietern sind ein potenzielles Sicherheitsrisiko für Browser[5]. So hat Adobe[6] im Juli eine Lücke in Flash[7] geschlossen, über die ein Angreifer die Kontrolle über einen Rechner übernehmen kann, sobald eine manipulierte Flash-Datei im Browser geöffnet wird.
Chrome Frame erweitert ältere Microsoft-Browser wie den IE 6 und 7 um aktuelle Funktionen, etwa HTML5. Darüber hinaus beinhaltet das Plug-in auch die Rendering-Engine des Google-Browsers. In Benchmarkt-Tests[8] schneidet sie deutlich besser ab als der Internet Explorer 8.
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