Der Ratifizierung gehen rund ein Dutzend Entwürfe voraus. IEEE 802.11n ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 300 MBit/s und höhere Reichweiten. Der Standard gewährleistet Kompatibilität zu Draft-N-Geräten.
Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE[1]) hat am Freitag die WLAN-Spezifikation 802.11n[2] ratifiziert. Der Standard wurde vor genau sieben Jahren konzipiert. In den letzten sechs Jahren hatte die IEEE zwölf Entwurfsversionen veröffentlicht.
WLAN nach 802.11n ermöglicht theoretisch Datenübertragungsraten von bis zu 300 MBit/s. Der Vorgänger 802.11g schafft maximal 54 MBit/s. Darüber hinaus erhöht 802.11n auch die Reichweite von Funknetzwerken. Laut IEEE werden täglich rund eine Million Geräte ausgeliefert, die auf einer 802.11-Spezifikation der IEEE basieren.
Die Entwicklung des Standards hat die 802.11n Task Group betreut, die Teil der für WLAN-Standards zuständigen 802.11 Working Group ist. Ihr gehören mehr als 400 Mitglieder aus mehr als 20 Ländern an, darunter Hersteller von WLAN-Chips, Softwareentwickler und Anbieter von OEM-Geräten. Die Ratifizierung hat Bruce Kraemer, langjähriger Vorsitzender der 802.11n Task Group, in einem Blogeintrag[3] und einer E-Mail an die Mitglieder der Gruppe bekannt gegeben.
Nach Auskunft der Wi-Fi Alliance, die WLAN-Produkte testet und zertifiziert, um deren Interoperabilität zu gewährleisten, ist die finale Version von 802.11n zu bisher verkauften Draft-N-Geräten kompatibel. Die Veröffentlichung des neuen Standards hat die IEEE für Mitte Oktober angekündigt.

Die IEEE hat die WLAN-Spezifikation 802.11n ratifiziert, die theoretisch Übertragungsraten von bis zu 300 MBit/s und höhere Reichweiten ermöglicht (Bild: CNET).
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