Der Zustrom von früheren Solaris-Nutzern hat sich innerhalb eines Quartals verdoppelt. Insgesamt hat IBM in drei Jahren 1800 Firmenkunden von Mitbewerbern gewonnen. Die Hälfte davon nutzt Linux.
Inna Kuznetsova, Director für Linux-Strategie bei IBM[1], hat bei einem Analystenmeeting[2] von einem massiven Zustrom an Kunden von Sun Microsystems[3] berichtet. Vom ersten auf das zweite Quartal 2009 habe sich die Zahl der IBM-Linux-Kunden, die früher Sun Solaris[4] eingesetzt hätten, glatt verdoppelt.
Insgesamt hat IBM in den letzten drei Jahren 1800 Kunden gewonnen, die vorher Konkurrenzangebote nutzten. 50 Prozent dieser Firmen nutzen unter anderem Linux[5].
IBM arbeitet im Linux-Umfeld eng[6] mit Red Hat[7] zusammen. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die laufende Übernahme von Sun durch Oracle[8] Unruhe unter dessen Linux-Kunden verbreitet hat. Auch könnte Unix der hauptsächliche Leidtragende des ewigen Streits Linux gegen Windows[9] sein, der auch und gerade im Server-Umfeld ausgetragen wird.
In diesen Zusammenhang gehört auch die Nachricht, dass Novell[7] weitere Investitionen in OpenSUSE[10] tätigen will, die kostenlose Variante[11] seiner Linux-Distribution. Um sie sollen sich zusätzliche Vollzeit-Mitarbeiter kümmern. Möglicherweise hofft Novell ebenfalls, verunsicherte Solaris-Kunden anlocken zu können.
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