Die Importeure von Speichermedien wie USB-Sticks und SD-Karten haben sich mit den Verwertungsgesellschaften auf eine Urheberrechtsabgabe geeinigt. Das hat der Informationskreis Aufnahmemedien (IM) heute in einer Presseerklärung (PDF) bekannt gegeben. Die Abgabe beträgt demnach in Zukunft zehn Cent pro Stück, unabhängig von der Kapazität des Speichermediums.
Vor der Novelle des Urheberrechts am 1. Januar 2008 konnten Speicherkarten nicht in das Pauschalvergütungssystem einbezogen werden, da die alte Fassung des Gesetzes explizit zwischen Bild- und Tonträgern unterschieden hat. Bei CD- und DVD-Rohlingen einigte man sich so, dass CDs als Tonträger und DVDs als Bildträger eingestuft wurden. Die Abgabe für einen Single-Layer-DVD-Rohling beträgt 17,4 Cent pro Stück. Bei CDs beträgt die Abgabe "30 Prozent von 7,2 Cent pro Stunde Spielzeit" - einfacher ausgedrückt 2,87 Cent pro CD.
Bei Speicherkarten sei eine Einigung auch nach der Gesetzesnovelle bisher nicht erreicht worden, da die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) eine Abgabe rückwirkend zum 1. Januar 2008 verlangte, was der IM jedoch ablehnte. Jetzt sei ein "Durchbruch" erzielt worden, dessen Einzelheiten jedoch noch auszuhandeln seien, so die Pressemitteilung. Bei der Festlegung des Tarifs sind sowohl der IM als auch die ZPÜ davon ausgegangen, dass die urheberrechtlich relevante Nutzung von Speichermedien weniger als fünf Prozent beträgt.

Lesermeinungen zum Artikel
Gruß
Ikaran
Besonders prima diese Ideen, wie man alles vergloden kann.
Nur gut daß dei Privatkopie durch Kopierschutzmechanismen und Gesetze verboten ist, ich aber auf die Rohlinge Gebühren zahlen darf.
Traurig nur, dass alles darauf reduziert wird, was man mit einer Sache machen "kann". Ich nutze USB-Sticks und CDs zum Transport von eigenen Datenmaterial und muss beim Erwerb irgendwelche Urheber, die mich überhaupt nicht interessieren mitfinanzieren.
Aber wieso um alles in der Welt muss ich für meine USB-Sticks, die reinweg als Datenspeicher dienen, Gema-Gebühren zahlen? Da war noch nicht ein einziges Musikstück drauf.
Dann bitte konsequent - und auch Gebühren auf Festplatten erheben. Oder gibts die etwa schon?!?
Es gibt schon viel zu viele Lobbyisten in diesem Land.
Klar gibt es Leute, die nie Musik oder Filme auf einem USB Stick haben - wahrscheinlich sind das nicht mal viele. Dann gibt es andere, die haben die Teile voll mit Kopien von Musikstücken etc. Daher hat man sich ja geeinigt und eine Nutzung von unter 5 % angenommen (Im Schnitt).
Alle Eiferer, die die Abschaffung der Gema bzw. der Bezahlung für Musik verlangen, könnten konsequenterweise eigentlich auch gleich die Abschaffung von Strom- oder Wassergebühren verlangen. Oder warum bezahle ich den für mein Mobiltelefon Gebühren, die ich auch nicht sehender kontrollieren kann?
Also: wer Musik hören und geniessen will, sollte nicht immer schreien nur weil die Künstler auch leben wollen !
Ich als IT-Mensch nutze Datenträger (CD, DVD, Flash-Speichermedien) für die Speicherung von Daten, und Rechner für die Verarbeitung von Daten (EDV), zahle dabei dennoch fleißig Gebühren an die GEMA.
Warum?: Ich werde als potentieller Dieb behandelt, der sich über diese Zwangsabgaben "von seiner Schuld freizukaufen" hat.
Angenehmer Gedanke, nicht?
Fazit: Wir entwickeln und programmieren; wir nutzen zur Speicherung und Bearbeitung Dinge legal und bestimmungsgemäß (Datenträger, Geräte zur elektronischen Datenverarbeitung); wir zahlen dabei Gebühren für eine Nutzung, die nicht stattfindet, an fremde Menschen.
Vielleicht sollten Programmierer, Entwckler und Code-/Webdesigner beginnen, ihre Programme etc. mit Lizenzbedingungen auszustatten, die ausschließlich für Musiker und GEMA-Mitarbeiter hohe Gebühren vorsehen. Dabei wäre dann nicht entscheidend, ob der Musiker die Software tatsächlich nutzt: die bloße Möglichkeit der Nutzung (Internet/Download) wäre ausreichend, um die Zahlungspflicht zu begründen.
Fleißaufgabe (zum Grübeln):
Wieso bloß hört sich eine solche Argumentation brotdumm an?
Beste Grüße,
CB
Für deren Originale der Künstler beim Erwerb bereits entlohnt wurde.
"...Alle Eiferer, die die Abschaffung der Gema bzw. der Bezahlung für Musik verlangen, könnten konsequenterweise eigentlich auch gleich die Abschaffung von Strom- oder Wassergebühren verlangen...."
Quatsch. Will man das vergleichen, müsste man dem Klemptner/Elektriker eine Gebühr entrichten sobald man ein Stück Kupfer kauft.
Für meine Strom- und Wassergebühren erhalte ich immer eine Gegenleistung.
Hier verlangt keiner die Abschaffung der Bezahlung von Musik. Ich verlange die Abschaffung von Gebühren, für die ich keine Gegenleistung erhalte. Dann sollen die Herren doch eigene Speichermedien entwickeln. Mir aber das Geld aus der Tasche zu ziehen weil ich meine Excel-Tabelle auf einem USB Stick speichern will ist schlicht Wegelagerrei.
Fazit: Speichermedien via Internet im Ausland bestellen und nur noch GEMA freie Künstler unterstützen.
Traurig. Allerdings muss sich der Verwaltungswasserkopf der GEMA ja irgendwie abstützen. Zahlt man denn dann auch auf den festen Speicher in meinem Handy oder PDA GEMA?
Ich bin verwirrt
Die Firmen-Platten enthalten sowieso keine Musikdaten, wir bekommen aber auch sehr viele Festplatten von Privatleuten.
Ich kann guten Gewissens behaupten, dass der Anteil an Musikdaten, die urheberrechtlich geschützt sind, dabei verschwindend gering ist. An 5% kommt das nicht ran !!
Da sind die Nummer eins die (Baby/ Kinder)-Fotos, die email-Kontakte und die Steuererklärung!
Auch auf USB-Sticks hatten wir noch nie eine Musiksammlung...
Ich habe gerade heute eine Festplatte von einem Kunden erhalten, worauf wir seine Daten kopieren sollen. Die Rechnung von Conrad lag mit bei, darauf stand: Gema-Gebühr für die Festplatte enthalten. Stand leider nicht dabei, wieviel.
Der Kunde hatte keine einzige Musikdatei !
Genauso die Annahme, das Geld komme ja armen Künstlern zu gute, ist leider Verarschung..
Alle Soldaten sind Mörder, weil sie ja ein Gewehr zum schießen haben.
Alle Männder sind (Schweine sowiso) potentielle Vergewaltiger, weil sie einen Pullermann haben.
Alle Ehefrauen sind potetielle Gattenmörderinnen weil sie ein Küchenmesser haben, das länger als 24 cm ist.
usw...
Es reicht uns
es gibt aber noch sehr viele andere anbieter.... wer sich dafür interessiert, einfach mal anhören ;-)
Gruß
Harry
Grüße,
Hannes.