Windows 7 kommt in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ohne Internet Explorer in den Handel. Microsoft reagiert damit auf ein laufendes Kartellverfahren: Der EU-Kommission zufolge verstößt die Bündelung von Betriebssystem und Browser gegen europäisches Wettbewerbsrecht.
"Wir wollen Windows 7 in Europa zum gleichen Zeitpunkt anbieten wie im Rest der Welt. Wir müssen uns aber auch an die europäischen Wettbewerbsgesetze halten", schreibt Dave Heiner, Vizepräsident und stellvertretender Chefanwalt bei Microsoft, in einem Blogeintrag. Microsoft werde den Internet Explorer in Europa stattdessen separat anbieten. Computerherstellern und Anwendern stehe es frei, den Microsoft-Browser oder einen anderen Webbrowser unter Windows 7 zu installieren.
Um eine Version ohne Browser zu kennzeichnen, stellt Microsoft ein "E" an das Ende des Produktnamens, zum Beispiel Windows 7 Home Premium E. Die E-Varianten werden in 23 Sprachen sowie in 32- und 64-Bit erhältlich sein.
In einer Erklärung der Europäischen Kommission heißt es, die Ankündigung Microsofts sei ein Rückschritt für Verbraucher, die Betriebssysteme im Einzelhandel kauften. "Die Kommission hatte vorgeschlagen, dass Microsoft eine Auswahl von Browsern anbietet. Statt mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten, hat sich Microsoft scheinbar für das Gegenteil entschieden." Allerdings würden nur fünf Prozent aller Windows-Lizenzen ohne PC verkauft.
Für den Markt für PCs mit vorinstalliertem Windows sieht die EU hingegen Vorteile. "Computerhersteller können den Internet Explorer, den Microsoft kostenlos anbietet, einen anderen oder auch mehrere Browser installieren."
Im Januar hatte die EU-Kommission aufgrund einer Beschwerde des norwegischen Browseranbieters Opera ein Kartellverfahren wegen der Browser-Integration in Windows eingeleitet. Als Reaktion schuf Microsoft Anfang März für Windows 7 eine Möglichkeit, den IE8 zu deaktivieren. Dadurch wird der Browser aber nicht vollständig aus dem System entfernt, wie es jetzt bei den E-Versionen der Fall ist.
Das Herunterladen von Firefox mit Windows 7 ohne Browser ist allerdings ziemlich einfach. Man muss hierfür lediglich das Download-Verzeichnis von Firefox in die Adresszeile des Windows-Explorers eingeben. Anschließend kann man den Mozilla-Browser in ein lokales Verzeichnis kopieren. Weitere Details finden sich hier.


Lesermeinungen zum Artikel
zu kurz gedacht, die meisten Nutzer zahlen drauf.
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da viele komerzielle Programme den
Browser zwingend benötigen, die Hilfefunktion
Ftp, und Download Funktionen, werden über den
Systemeigenen Browser, abgewickelt.
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Das heist, das auf 80% der gewerblichen
Anwender kommen deutliche Mehrkosten zu.
Vermehrter Arbeitsaufwand bei Installationen
und Betriebsystempflege, da die saubere
Integration der Browsers, durch eine zusätzliche
System-Schnittstelle ersetzt wird, sind Problem
vorprogrammiert.
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90% der offiziellen (reg) Windows Nutzer
wollen doch gar keinen anderen Browser.
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Danke EU!
Und wie soll das gehen, 90% der Windowsnutzer wollen keinen anderen Browser als den IE, wenn weniger als 70% den IE verwenden? Werden die von anderen gezwungen den IE nicht zu verwenden?
Irgendwelche Quellen, Statistiken? Nein?? Dachte ich mir doch...
Noch nie was von anderen Browsern oder FTP-Software gehört??
Wenn Deine "Denk"weise genauso wirr abläuft wie Deine seltsamen orthografischen Ergüsse, wundert's natürlich nicht...
Setz' Dich wieder an Deinen Aldi-PC und versuch' die Kids auf chip.de zu beindrucken, ok?!
Wie kann ich denn ohne Browser einen Opera, Firefox oder Lynx installieren?
Mann kann es auch übertreiben!
@Stokker: Ganz deiner Meinung.
Aber ich dachte auch, die Leser hier wäre cleverer als auf anderen Seiten, aber anscheinend lag ich damit falsch.
Daß Programme den IE als Installationsvoraussetzung sehen, ist ein großes Manko dieser Programme.
Ein extra Browser machte keine weiteren Probleme.
Und letztlich ist Windows ein Betriebssystem und keine Programmansammlung. Und eben weil man an Windows nicht vorbeikommt, muß es als Programmansammlung kritisch beäugt werden. Schließlich kann der Kunde nicht hingehen und sagen, gut, dann kaufe ich eben einen Mac. Denn meist gibt es die erwünschte Software nicht für den Mac.
apropos, windows xp "n" hat sich irgnedjemand für diese version interessiert, ich glaube nicht..
ABER! : Richtig - Apple bündelt sein System auch an Safari, iTunes, Quicktime etc. - und mit dabei ist auch iCal, Adressbuch, usw. usf. Hört man hier jemanden aufschreien und Apple verklagen? Nö, warum auch - man kann sich ja an MS schadlos halten.
Schaut man dann, von wem die Klage kommt, dann sollte man eigentlich lauthals lachen: OPERA! Wer nutzt diesen Browser? Von der Verteilung her vielleicht 7-10 % der Nutzer. Ich nutze ihn nicht, weil er zu langsam ist (gerade in Verbindung mit Flash - zB YouTube!), Seiten oft nicht korrekt darstellt und noch einige weitere Probleme macht. IE nutze ich auch nicht, weil massive Darstellungsfehler bei vielen Seiten. Ich nutze Firefox und das gerne.
Was ich sagen will: Wer will, der nutzt auch Opera, oder Firefox oder Safari - oder (Gott bewahre!) Chrome. Ich find's echt überzogen, was die EU Komission da fordert. Soll BMW demnächst Autoradios von VW verbauen?? Opera soll gefälligst selbst sehen, dass ihr Browser besser wird und Werbung dafür schalten - dann kommen evtl. auch mehr Nutzer. Firefox ist quasi ein Selbstläufer - na und Google macht doch nur mit, weil's ein gefundenes Fressen ist. Wenn schon alle gegen Microsoft losziehen - dann machen wir doch auch noch mit.
Naja, whatever. Ich hoffe MS macht's so wie geplant und gut. Ich will jedenfalls lieber ein Windows OHNE jeglichen Browser und nen Installer zur Auswahl, als dass ich ohne gefragt zu werden, alle möglichen Browser aufgedrängt bekomme.
Danke EU !!
Hat BMW eine Monopolstellung auf dem Automarkt? Nein!
Hat Apple eine Monopolstellung auf dem OS-Markt? Nein!
Und der Typ ein paar Kommentare über Dir schreibt was von Toastern???
Was hat das alles mit MS zu tun? Logik ist nicht gerade eure Stärke, was?
Warum werden hier immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen?
MS hat mit Windows das dominanteste OS auf dem Markt und demzufolge - da der IE integraler Bestandteil des OS ist - den (möglicherweise nicht in Deutschland) dominantesten Browser. Dieser setzt die (Sub-)Standards, lässt kaum Raum für Innovationen und behindert den freien Wettbewerb. Punkt.