Zu viele Nutzer einer neuen Streaming-Applikation namens Slingbox würden angeblich die Performance des UMTS-Netzes gefährden. Außerdem untersagen die Nutzungsbedingungen explizit das Umleiten von TV-Signalen.
AT&T[1] untersagt das Streaming von Fernsehprogrammen über sein 3G-Mobilfunknetz. Das hat Sling Media ermittelt[2], der Hersteller einer iPhone-Software zur Übertragung von Live-Fernsehen. Sein Programm "Slingbox" zum Preis von 29,99 Dollar im App Store läuft auf dem iPhone nur, wenn eine WLAN-Verbindung zur Verfügung steht.
AT&T-Sprecher Mark Siegel erklärte gegenüber SiliconBeat[3], eine Fernsehübertragung via UMTS-Netz stelle einen Verstoß gegen die Nutzungsrichtlinien des Telekommunikationsunternehmen dar - egal, ob man ein iPhone oder ein anderes Gerät verwende. Angeblich befürchtet AT&T auch, dass ein Masseneinsatz der "Slingbox"-Software sein Mobilfunknetz so stark ausbremsen könne, dass andere Kunden weder Datenanwendungen nutzen noch Anrufe absetzen könnten.
Schon früher hatte AT&T darauf hingewiesen, dass es speziell "ein Umleiten von TV-Signalen für die Betrachtung auf Personal-Computern" in seinen Nutzungsrichtlinien untersagt. Auch das iPhone gilt für AT&T als ein Personal-Computer. Neu sind die jetzt geäußerten Bedenken zur Servicequalität. AT&T ist Apples exklusiver Vertriebspartner für das iPhone in den USA.
In Deutschland klagen vor allem der Internet-Telefonie-Spezialist Skype[4] und dessen Kunden über Einschränkungen des Betriebs[5] durch deutsche Mobilfunkprovider. Der Skype-Client für das iPhone läuft deshalb wie Slingbox nur, wenn eine WLAN-Verbindung besteht. Zuletzt hatten Vodafone und T-Mobile beschlossen, Nokias neueste Handy-Modelle mit vorinstalliertem Skype-Client nicht in ihr Programm aufzunehmen[6].
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