Der Mikro-Blogging-Dienst nimmt künftig auch den Inhalt der in Statusmeldungen verlinkten Websites in seinen Index auf. Zudem erhält die Twitter-Suche ein Bewertungssystem, das auf dem Ruf der Verfasser basiert.
Twitter[1] will seine Suchfunktion ausbauen. Laut Santosh Jayaram, Vizepräsident des Mikro-Blogging-Dienstes und ehemaliger Google-Mitarbeiter, liefert die Twitter-Suche künftig nicht nur Ergebnisse aus den Statusmeldungen der Nutzer, sondern nimmt auch den Inhalt verlinkter Websites in den Suchindex auf.
Zudem soll Twitter Search ein Bewertungssystem erhalten, das auf der Reputation der Nutzer beruht. Der Ruf eines Mitglieds, das über eines der von Twitter als "Trending Topics" eingestuften Themen schreibe, werde bei der Berechnung der Ergebnisreihenfolge berücksichtigt, so Jayaram. Twitter arbeite allerdings noch an den Details des Systems.
Mit der Erweiterung seines Suchangebots könnte Twitter zu einer wichtigen Quelle für zeitnahe, sekündlich aktualisierte Informationen werden, der Google[2] derzeit wenig entgegenzusetzen hätte. Als Beispiel nannte Jayaram das Erdbeben im Großraum San Francisco Ende März, dessen Epizentrum rund 95 Kilometer außerhalb der Metropole lag. So sei der Begriff "Erdbeben" vermehrt bei Twitter aufgetaucht, bevor Mitarbeiter des in San Francisco ansässigen Unternehmens die Erschütterungen an ihrem Arbeitsplatz gespürt hatten.
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