Rund 75 Prozent der Deutschen wünschen die zentrale Speicherung von medizinischen Daten an einem sicheren Ort. Der Bitkom fordert einen schnellen Rollout. Bis 2010 soll die Karte bundesweit eingeführt sein.
Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine Gesundheitskarte[1] mit Notfalldatensatz und Zugang zur elektronischen Patientenakte. Das ist zumindest das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die der Branchenverband Bitkom[2] im Rahmen der CeBIT vorgestellt hat. Drei Viertel der Bürger (74,7 Prozent) bevorzugen eine zentrale Speicherung von medizinischen Daten an einem sicheren Ort.
"Damit sind die Kritiker widerlegt. Die Menschen wollen umfassende Funktionen auf der elektronischen Gesundheitskarte", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.
Die ersten Versicherten werden im Sommer die neuen Gesundheitskarten erhalten. Der Rollout startet im Juli in der Region Nordrhein. In den übrigen Teilen des Landes wird die Karte in den folgenden Monaten verteilt. Bis Ende 2010 sollen nach den heutigen Plänen alle Versicherten die neue Gesundheitskarte erhalten haben.
"Wir brauchen einen schnellen Rollout der Gesundheitskarte und darauf aufbauend die rasche Einführung der Patientenakte", sagte Scheer. Wenn die Karte nicht schnellsten angeboten werde, drohe ein Wildwuchs an Partikularnetzen. Angebote wie Patientenakten entstünden bereits bei einzelnen Krankenkassen. Wenn es hier zu einem Wirrwarr komme, werde es richtig teuer.
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