OpenOffice gehen die Entwickler aus

Der Novell-Mitarbeiter und aktive OpenOffice-Programmierer Michael Meeks hat die geringe Anzahl von Entwicklern kritisiert, die sich derzeit mit der Weiterentwicklung der freien Bürosoftware beschäftigen. Seinen Angaben zufolge arbeiten derzeit nur 24 Programmierer an der freien Büro-Software. "Aus der Sicht der Entwickler stagniert OpenOffice", erklärte Meeks in einem Blogeintrag.

"Das ist die geringste Anzahl aktiver Entwickler seit Beginn der Aufzeichnungen", sagte Meeks. OpenOffice sei allerdings kein Einzelfall in der Open-Source-Bewegung. Linux verfüge aktuell auch nur über ungefähr 160 aktive Programmierer.

Für die Misere macht Meeks die Organisation hinter dem Projekt OpenOffice verantwortlich. Seiner Ansicht nach sollten die Entwickler und Unterstützer der Bürosoftware die Verantwortung übernehmen. "Dadurch werden die vielen fürchterlichen und demotivierenden Prozesse gestoppt, die verhindern, dass neuer Code in OpenOffice aufgenommen wird", erklärte Meeks. Nur eine veränderte Führung des Projekts könne neue Unterstützer anziehen.

Meeks fordert auch eine größere Unabhängigkeit von Sun Microsystems. An die Stelle von Sun solle eine gemeinnützige Organisation treten, die die Stabilität und die Unabhängigkeit der zukünftigen Code-Basis von OpenOffice garantiere.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von User
am 30. Dezember 2008, 12:35 Uhr
Kostenlos
So schön auch alles ist, wenn es kostenlos ist. Aber von irgendetwas muss die Butter nunmal aufs Brot. Und da nun mal jeder das Maximale für sich erreichen will, wird über kurz oder lang wohl auch mal für die jetzt kostenlosen Programme Geld verlangt werden.
 
von Hans
am 30. Dezember 2008, 16:04 Uhr
Nicht verstanden
Sie haben es anscheinend nicht verstanden was "open" heisst. das einzige was passieren könnte, das Programm wird nicht weiterentwickelt und dann wird es für viele uninteressant bzw. es läuft dann auf neuen Betriebssystemen nicht mehr.Wäre zwar traurig aber leider auch nicht zu ändern ALSO LOS DIE IHR GERNE PROGRAMMIERER WERDEN WOLLT !
 
von irgendwer
am 30. Dezember 2008, 18:00 Uhr
OpenSource-Konzept funktioniert nur selten
Was ist die Motivation in einem kapitalistischen System etwas zu schaffen (und über viele Jahre zu pflegen), wenn es dafür keinen materialisierten Gegenwert gibt?Folglich funktionieren die meisten OpenSource Programme aus Sicht des Entwicklers "nur auf meinem Rechner" (da sie genau mein Problem lösen) und werden aber nur dann zu 100% durchentwickelt, wenn ein Businesskunde oder eine kommerzielle Firma Geld/Spenden/Personal einwirft.
 
von DerWeihhnachtsGrunch
am 31. Dezember 2008, 13:18 Uhr
Novell = ideenlose Nörgler? !
Hat diese Firma eigentlich noch irgendeine Bedeutung für die Softwarebranche? Ausser Klugscheissereien hört man von denen doch auch nix sinnvolles mehr... mich erstaunt immer wieder diese Nörgelei über OpenSource... selbst nur Mist verkaufen aber rumnörgeln.Man könnte ja auch selbst mal (sinnvoll) aktiv werden, das setzt natürlich vorraus, das man Entwickler beschäftigt, die arbeiten statt rumzubloggen.Benutzt eigentlich noch irgendwer Suse-Linux? :D
 
von Realist
am 1. Januar 2009, 12:49 Uhr
steigende Anforderung
Mit zunehmender Entwicklung steigen die Anforderungen an teilnehmende Programmierer behende und Neulinge/Nachwuchs findet keinen rechten Einstieg.Nachwuchsförderung ist schwierig, aber nötig.
 
von Fritz
am 2. Januar 2009, 06:57 Uhr
Wo ist das Problem?
Ich benutze z.B. seit vielen Jahren Excel 2000. Es funktioniert einwandfrei. Ich weiß überhaupt nicht, warum ich Wert auf eine Weiterentwicklung legen sollte. Weiterentwicklungen sind meist Verschlimmbesserungen, die Programme aufblähen und mit sinnfreien Features überlasten.
 
von hajoso
am 5. Januar 2009, 22:55 Uhr
AW: Wo ist das Problem?
davor gab es auch Excel97, hatte sicher nicht so viel weniger gekonnt.