Der frühere PDA-Hersteller Psion hat damit begonnen, seine Markenrechte an dem Begriff "Netbook" durchzusetzen. Der Blog Jkontherun hat ein Schreiben der Londoner Patentanwälte Origin Intellectual Property veröffentlicht, worin diese im Namen von Psion einen nicht näher benannten Betreiber einer Website auffordern, den Begriff Netbook von seiner Website zu entfernen. Schadenersatzforderungen stellen die Anwälte nicht. Der Empfänger soll lediglich innerhalb eines Monats bestätigen, dass er das Wort Netbook bis spätestens Ende März 2009 aus seinem Internetauftritt löschen wird.
Nach Auskunft der Anwälte hält Psion die Markenrechte am Begriff Netbook in den USA, der EU, Kanada, Singapur und Hongkong. Das Unternehmen hatte im August 1999 unter dem Namen Netbook ein Mini-Notebook mit dem Betriebssystem EPOC vorgestellt. Heute bietet das Unternehmen PDAs mit Windows Mobile für den gewerblichen Einsatz an.
Netbook bezeichnet heute die von Asus mit dem Eee PC ins Leben gerufene Geräteklasse von Billig-Laptops mit 8- oder 10-Zoll-Display. In einer E-Mail an James Kendrick, Autor des Blogs Jkontherun, schreiben die Anwälte von Psion, dass sich ihre Aktion nur gegen die gewerbliche Verwendung des Begriffes Netbook richte. 95 Prozent der Briefe seien an Händler und Hersteller gegangen. Die Anwälte wiesen auch darauf hin, dass Asus selbst seinen Eee PC nicht als Netbook bezeichne.

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