Umstrittene Website-Adressen sollen bereits Mitte 2009 verfügbar sein
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN[1]) wird vom 2. bis 7. November in Kairo erneut über frei wählbare Top-Level-Domains (TLD[2]) diskutieren. Auf der Website der ICANN ist ein sechsteiliges Applicant Guidebook[3] zu finden, das Informationen zu den neuen TLDs enthält. Darüber hinaus besteht bis 8. Dezember in einem Forum die Möglichkeit, die beschriebenen Neuerungen zu kommentieren[4].
Bisher beschränkten sich die Top-Level-Domains auf wenige spezielle Bezeichnungen wie .com und .net sowie länderspezifische TLDs wie .de für Deutschland und .at für Österreich. Bereits Mitte 2009 sollen Privatpersonen und Unternehmen die Möglichkeit[5] haben, sich für frei wählbare Website-Adressen zu registrieren. Beispiele hierfür sind etwa .bank, .barclays oder .travel.
Zuletzt hatten Internetrechtler und Analysten die Entscheidung der ICANN kritisiert[6] und vor Cybersquatting[7] gewarnt. John Mackenzie von der Anwaltskanzlei Pinsent Masons[8] sagte beispielsweise: "Jede Marke wird gezwungen sein, ihren Namen für jede dieser neuen TLDs zu registrieren, damit ihnen nicht jemand anderes zuvorkommt." Roy Illsley, leitender Analyst der Butler Group[9], schloss sich der Einschätzung Mackenzies an. "Es wird eine unübersehbare Anzahl möglicher Domain-Endungen geben. Wenn ein Markeninhaber diese nicht nutzt, setzt er den Ruf seiner Marke möglichen Gefahren aus."
Jonathan Robinson, COO bei NetNames[10], sagt nun, Markeninhaber "sollten wissen, welchen positiven und eventuell auch negativen Einfluss neue Website-Namen auf ihre Marke haben werden, und darüber hinaus auch Budgetfragen für die Registrierung und Pflege neuer Domains klären."
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