Sämtliche Buchungsdaten der europäischen Best-Western-Hotels seit 2007 wurden im Internet von russischen Kriminellen zum Verkauf angeboten. Das berichtet der Sunday Herald. Betroffen sind insgesamt 1312 europäische Hotels und 8 Millionen Hotelgäste.
Zu den angebotenen Daten gehören Name und Privatadresse sowie fast immer die Kreditkartendaten der Betroffenen. Im Fall der Businesskunden ist meist auch der Arbeitgeber erfasst. Nach einem Hinweis des Sunday Herald konnte Best Western die identifizierte Sicherheitslücke schließen, so dass keine weiteren Daten von Hotelgästen an die Hacker gehen.
Einem indischen Hacker war es gelungen, einen Trojaner in das Buchungssystem von Best Western einzuschleusen. Dieser sendete prompt alle Buchungsdaten in Echtzeit an einen russischen Server. Jacques Erasmus von der Sicherheitsfirma Prevx ist durchaus erstaunt: Im Internet würden zwar zahlreiche Datenbanken illegal zum Verkauf angeboten, dieser Fall stelle jedoch aufgrund der Datenmenge eine Ausnahme da.
Best Western hat inzwischen angekündigt, mit den Kreditkartenunternehmen zusammenzuarbeiten, um weiteren Schaden zu verhindern. Obwohl keine weiteren Daten nach außen dringen, muss davon ausgegangen werden, dass mit den bisher gestohlen Daten weiterhin Missbrauch getrieben wird.

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