Hitachi, Motorola, Samsung, Sharp, Sony sowie der israelische WHDI-Entwickler Amimon haben sich zu einer WHDI-Interessensgruppe (Wireless Home Digital Interface) formiert. Die Gruppe will noch bis Ende dieses Jahres einen umfassenden WHDI-Standard festlegen, mit dem die kabellose HD-Übertragung von HD-Videos auch durch Wände hindurch schon 2009 Realität werden soll.
Ziel der Gruppe ist es, die bestehende WHDI-Technologie zu verbessern und für zuverlässige Interoperabilität zu sorgen. Das soll ein unkomprimiertes Multimedia-Streaming bis hin zu unkomprimierten HD-Videos mit einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel im Vollbildverfahren ermöglichen - zwischen Geräten wie DVD- oder Blu-ray-Playern, HDTV-Geräten, Settop-Boxen, Konsolen oder Computern, unabhängig von deren Herstellern. "Das Ziel des WHDI-Standards ist, die Interoperabilität verschiedener Anbieter zu ermöglichen", sagt Yoav Nissan-Cohen, Chairman und CEO von Amimon. Bereits im kommenden Jahr sollen Produkte auf den Markt kommen.
Allerdings muss WHDI mit anderen Ansätzen für die drahtlose HD-Übertragung konkurrieren, insbesondere dem Standard WirelessHD, zu dessen Verfechtern mit Samsung und Sony auch zwei Mitglieder der WHDI-Gruppe zählen. WirelessHD erlaubt ebenfalls die kabellose Übertragung von HD-Videos. Die beiden Technologien versprechen Vorteile in unterschiedlichen Bereichen. WirelessHD ermöglicht mit bis zu 4 GBit/s etwas höhere Übertragungsraten als WHDI (3 GBit/s). WHDI wiederum verspricht mit über 30 Metern rund die dreifache Reichweite des Konkurrenten. Außerdem soll WHDI auch durch Wände oder andere Hindernisse funktionieren, was auf WirelessHD nicht zutrifft.
