Gerücht: Nehalem soll weniger als Penryn-Quad-Core kosten

(http://www.zdnet.de/news/39193527/geruecht-nehalem-soll-weniger-als-penryn-quad-core-kosten.htm)

von Kai Schmerer, 15. Juli 2008

Erster Intel-Chip mit integriertem Speichercontroller angeblich ab 284 Dollar erhältlich

Laut der chinesischen Website HKEPC[1] sollen Nehalem-Prozessoren für Desktop-Rechner (Codename Bloomfield[2]), die Intel als Nachfolger der aktuellen Core-2-Architektur (Penryn) Ende des Jahres vorstellen will, billiger als derzeit erhältliche Quad-Core-Prozessoren sein. Damit wäre die von einigen Fachleuten geäußerte Vermutung widerlegt, dass Nehalem wesentlich teurer als Core-2-Chips werden könnten.

Lediglich 284 Dollar will Intel HKEPC zufolge für ein Nehalem-Prozessor mit 2,66 GHz und vier Kernen verlangen. Laut aktueller Intel-Preisliste[3] wäre der Chip bei seiner Einführung Ende des Jahres biliger als ein aktueller Quad-Core-Chip auf Penryn-Basis mit derselben Taktfrequenz (Q9450), der gegenwärtig 316 Dollar kostet. Auch die höher getakteten Nehalem-CPUs mit 2,93 und 3,2 GHz sind günstiger als vergleichbare Penryn-Quad-Cores. Nach ersten inoffiziellen Benchmarks eines Vorseherienmodells[4] ist Nehalem bei gleicher Taktfrequenz zwischen 20 und 30 Prozent schneller als ein Penryn-Quad-Core. Im Test mit Applikationen, die nicht für Mehrkern-Prozessoren (Cinebench R10 Single Thread[5]) optimiert sind, sinkt der Vorsprung allerdings auf 3 Prozent.

Mit der Einführung von SSE 4.2[6] bietet Nehalem zudem Verbesserungen bei der Stringverarbeitung, was sicher bei Anbietern von Suchmaschinen wie Google oder Yahoo auf großes Interesse stoßen wird. Mit Quickpath-Interconnects verfügt die neue Intel-Mikroarchitektur ähnlich wie AMD-Prozessoren mit Hypertransport über eine leistungsfähige Kommunikationsschnittstelle, was sich vor allem bei großen Servern durch eine bessere Skalierbarkeit bemerkbar machen sollte. Pro CPU-Sockel verfügt die Architektur über zwei Quickpath-Links, sodass die Bandbreite eines Dual-Quad-Core-Servers 25,6 GByte/s beträgt.

Auch in Sachen Speicherzugriff in virtuellen Umgebungen zieht Intel nun mit AMD (Nested Page Tables[7]) gleich und bietet zweistufige Translation Lookaside Buffer[8] (TLB) an. Zudem sollte der integrierte DDR3-Speichercontroller gegenüber der Frontsidebus-basierten Core-2-Architektur Vorteile bieten. Insgesamt verfügt der Speicherkontroller über drei Kanäle mit einer Geschwindigkeit von bis zu DDR3/1333, die mit jeweils drei DIMMs bestückt werden können. Für den Betrieb der Nehalem-CPU ist ein Mainboard mit Intel-Chipsatz X58 (Codename Tylersburg) nötig.

Nehalem-Modelle für Desktop-Rechner
Codename Bloomfield Bloomfield Bloomfield
Sockeltyp 1366 1366 1366
Taktfrequenz 2,66 GHz 2,93 GHz 3,2 GHz
Kerne 4 4 4
Thread 8 8 8
L1-Cache 64 KByte 64 KByte 64 KByte
L2-Cache 256 KByte 256 KByte 256 KByte
L3-Cache 8 MByte 8 MByte 8 MByte
Preis 284 Dollar 563 Dollar 999 Dollar
Vorstellung Q4, 2008 Q4, 2008 Q4, 2008

Bildergalerie

Intel: Präsentation von Nehalem, Tukwila, Dunnington[9]

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URLs in diesem Artikel:
[1] = http://www.hkepc.com/?id=1447&fs=c1h
[2] = http://ark.intel.com/
[3] = http://www.intc.com/priceList.cfm
[4] = http://www.anandtech.com/cpuchipsets/intel/showdoc.aspx?i=3326&p=9
[5] = http://www.anandtech.com/cpuchipsets/intel/showdoc.aspx?i=3326&p=7
[6] = http://www.zdnet.de/builder/program/0,39023551,39159310-6,00.htm
[7] = http://www.zdnet.de/enterprise/server/0,39023275,39151514-4,00.htm
[8] = http://softwarecommunity.intel.com/articles/eng/1640.htm
[9] = http://www.zdnet.de/galerie/39188513/intel-praesentation-von-nehalem-tukwila-dunnington.htm#sid=39193527