Betroffen sind AMD-Systeme von Hewlett-Packard sowie Mainboards von Asus
Nutzer des Microsoft-Supportforums[1] haben von einem Problem mit dem Service Pack 3 für Windows XP berichtet: Etliche Rechner starteten nach der Installation in einer Endlosschleife immer neu. Laut einem Blogeintrag[2] von Jesper Johansson, Spezialist für IT-Sicherheit und Microsoft-MVP[3] für Windows-Sicherheit, sind ausschließlich AMD[4]-basierte Systeme von dem Fehler betroffen.
Johansson unterschied jedoch zwischen zwei Ursachen für die Neustarts. Erstens sind OEM-Computer von Hewlett-Packard[5] und möglicherweise auch anderen Herstellern betroffen. HP nutzt für die Installation seiner Systeme immer das gleiche Abbild (Image) einer Windows-Installation. Dieses Image enthält, auch wenn es auf PCs mit Prozessoren von AMD aufgespielt wird, einen Intel[6]-Treiber für die Energieverwaltung. In der Regel verursacht dieser Treiber auf AMD-Systemen keine Probleme, nach der Installation des SP3 löst er jedoch kontinuierlich Neustarts aus.
Zweitens sind nach Einschätzung von Johansson Computer mit Mainboards von Asus[7] betroffen. Vor allem Nutzer des Asus A8N32-SLI Deluxe erhalten nach der Installation des SP3 eine Fehlermeldung, die auf ein ACPI[8]-Problem im BIOS[9] verweist.
In seinem Blog nannte der Sicherheitsexperte auch Lösungen. Der Intel-Treiber soll im abgesicherten Modus oder über die Wiederherstellungskonsole deaktiviert werden. Computer mit dem betroffenen Asus-Mainboard lassen sich durch einen eingesteckten USB-Stick wieder zum Leben erwecken.
Eine offizielle Stellungnahme Microsofts[10] liegt bisher noch nicht vor. Für den Betriebssystem-Hersteller ist es nicht das erste Problem mit unkontrollierten Neustarts. Im Februar musste das Unternehmen ein vorbereitendes Update[11] für das Service Pack 1 von Vista aus demselben Grund zurückziehen.
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