Trend Micro hat gestern auf Ergebnisse von US-Forschern hingewiesen, die während eines Workshops eine Hacking-Methode mit manipulierten Mikroprozessoren demonstriert haben. Dabei veränderten Forscher der Universität von Illinois laut einem Bericht der PC World einzelne Schaltkreise, um eine manipulierte Firmware in den Speicher des Chips einzuschleusen.
Die Forscher beschrieben ein mögliches Angriffsszenario, bei dem der Schadcode während der Entwicklung eines Prozessors eingeschleust wird. Alternativ könnte auch ein manipulierter Prozessor während der Montage eines Computers installiert werden.
"Bei einem Angriff kann sich ein Hacker als legitimer Nutzer anmelden", erklärte JM Hipolito, Sicherheitsexperte bei Trend Micro. "Eine erfolgreiche Umsetzung des Konzeptes würde dazu führen, dass der Angriff für den Anwender praktisch unsichtbar ist."
Aufgrund der technischen Hürden erwartet Hipolito keine große Verbreitung dieser Methode. "Unter den richtigen Umständen könnte dies allerdings zu ersten Wahl werden. Das wäre dann so, als bekäme ein Einbrecher einen eigenen Satz Schlüssel, bevor die Eigentümer in ihr Haus einziehen."

Lesermeinungen zum Artikel