Nato-Sicherheitsexperte warnt vor Krieg im Internet

Ein hoher Nato-Vertreter hat letzte Woche während eines Kongresses über Internetkriminalität in London vor den Gefahren des Cyber-Terrorismus gewarnt. Suleyman Anil, Leiter des Nato-Zentrums für IT-Sicherheit, bezeichnete es als praktisch unmöglich, einen Cyber-Angriff auf die Online-Infrastruktur eines Landes aufzuhalten.

"Sie stehen auf einer Ebene mit einem Raketenangriff oder dem globalen Terrorismus", sagte Anil über die Bedrohung, die von möglichen Cyber-Angriffen ausgehe. Gerade die Möglichkeit, sich schnell von einer Attacke zu erholen, sei eine Schwachstelle der meisten Mitgliedsstaaten.

Nach Ansicht von Anil wird die Bedrohungslage noch weiter zunehmen. "Der Cyber-Krieg kann zu einer sehr konkreten globalen Bedrohung werden, denn er ist kostengünstig, birgt wenige Risiken, ist hocheffektiv und weltweit anwendbar."

Um sich gegen die Gefahren aus dem Internet zu schützen, müssten die einzelnen Staaten Probleme der grenzüberschreitenden Strafverfolgung lösen. Auch auf technischer Seite gebe es immer neue Herausforderungen zu meistern, so Anil.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Sascha Fuchs
am 10. März 2008, 19:57 Uhr
Die sehen wieder ein Problem, wo keines ist.
- Cyber-Angriffe von religiösen Extremisten? Gibt es Beispiele, dass es solche je gegeben hat? Nein!- Cyberterrorismus: Alles bisherigen "cyberterroristischen" Aktivitäten sind doch bloss "Vandalenakte" auf schlecht gesicherte Systeme (Ursache; Meist Inkompetenz der Verantwortlichen). Ausser den Fall, wo ein Schüler eine TV-Fernbedienung(!) umprogrammierte und damit eine Strassenbahn zum Entgleisen brachte ist mir noch kein "cybertterroristischer" Anschlag bekannt, wo Menschen verletzt wurden (der Terrorist lief auch weinend nach Hause und beichtete seiner Mutter alles).Daher ist das Wort "Terror" aus meiner Sicht etwas weit hergeholt.- Es wird doch kein sicherheitsrelevantes System (AKW-Sicherheitstechnik, Skyguide-Leitsystem, Schienennetzsteuersystem o.ä.) im World-Wide-Web stehen???- Terror-Propaganda: Von einem Youtube-Filmchen selbst hat sich noch keiner einen Sprengstoffgürtel umgeschnallt - das Problem liegt tiefgründiger.Ich glaube, die Nato will da bloss wieder mal mehr Geld!
 
von Robert Wellmann
am 11. März 2008, 08:54 Uhr
AW: Die sehen wieder ein Problem, wo keines ist.
Aha, und was hat China erfolgreich demonstriert? Haben halb USA lahm gelegt und sind bis ins Pentagon gekommen, außerdem bis fast zu Angie. Wir haben derzeit 2 Schwachstellen: Internet und GPS. Und beides wurde schon demonstrativ von China angegriffen; erfolgreich!
 
von Rumble
am 11. März 2008, 10:19 Uhr
AW: AW: Die sehen wieder ein Problem, wo keines ist.
GPS kanni ch nciht beurteilen, ich finde auchnichts zu dem Thema.Internet: Die konnten ins Pentagon eindrignen, weil die Hausmacht dort nicht bereit ist, den Mitarbeitern den privaten Gebrauch der PC's zu untersagen! Derart sträflicher Leichtsinn ist für mich fast unvorstellbar....Ähnliches gilt immer wieder: Dummheit und Unwissenheit der Nutzer und lasche Handhabung so mancher Richtlinie ermöglichst solche Angriffe überhaupt erst. Ohne dem wäre auch China ziemlich machtlos da.Rumble
 
von frigo
am 11. März 2008, 11:12 Uhr
AW: Die sehen wieder ein Problem, wo keines ist.
So viel Naivität,so bloood oder von ernsthaften Problemen nur abzulenken?In vielen Städten wachsen die CallCenter wie Pilze nach dem Regen. Wenn man hinein geht, was sieht man dort? Die Betreiber sind keine Deutschen, sondern Araber. Wollen die bloß schwarzes Geld waschen, oder ist eine andere Philosophie dahinter. Und zu meinen die Geheimdienste werden jeden erfolgreichen Angriff im Internet der Presse an die Nase hängen, muss nur aus Moskau schreiben.