Laut einem Bericht von Privacy International schreitet die Überwachung der Privatsphäre immer schneller voran. Schuld daran seien vor allem die modernen Video- und Audio-Überwachungen, elektronische Identifikationssysteme sowie die computerisierte Speicherung und Analyse von Personendaten, erklärten die Datenschützer.
Unter den demokratischen Ländern nehmen die USA mit ihren umfangreichen Überwachungen und Auswertungen weltweit den letzten Platz der Privatsphären-Rangliste ein. In Europa bildet Großbritannien das Schlusslicht. Am besten aller EU-Staaten schneiden Frankreich, Litauen, Bulgarien und Dänemark ab. Deutschland verschlechterte sich zwar gegenüber dem Vorjahr, liegt aber immer noch im oberen Drittel.
"Die Gründe für eine Verschärfung der Überwachung und für die vielen Eingriffe in die Privatsphäre sind in fast alle Ländern zunehmende Ängste vor illegalen Einwanderern und eine strengere Strafverfolgung", heißt es in dem Bericht. Gepaart mit den modernen Möglichkeiten der Informationsverarbeitung, Sensorik und Telekommunikation habe dies zur Entwicklung von Überwachungsgesellschaften geführt, die eine zunehmende Gefahr für die Privatsphäre darstellten, so die Autoren der Studie.

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