Studi-VZ plant angeblich Werbung nach Facebook-Vorbild

Das Online-Studentennetzwerk Studi-VZ will zum Jahreswechsel seine allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzregelungen dahingehend ändern, dass es die persönlichen Daten seiner Nutzer zu Werbezwecken verwenden darf. Allerdings will sich das Unternehmen nach eigenen Angaben dabei auf die Einführung der Targeting-Technologie beschränken, die eine personalisierte Werbung erlaubt.

"Studi-VZ verkauft keine Nutzerdaten seiner Mitglieder an Dritte. Dies wird sich auch durch die Einführung der neuen AGB und Datenschutzregelungen nicht ändern. Anders lautende Behauptungen sind falsch", sagte Studi-VZ-Geschäftsführer Marcus Riecke und wiedersprach damit Medienberichten, nach denen das Portal auch Geld mit den Nutzerinformationen verdienen wolle.

Die rund vier Millionen Nutzer der Plattform werden künftig wohl Werbemails erhalten, die auf ihre persönlichen Interessen abgestimmt sind. Auch die Banner auf der Internetseite werden den Hobbys und Geschmäckern der einzelnen Mitglieder angepasst. Seine Nutzer hat das Portal offenbar bereits per E-Mail über die Änderungen informiert.

Ähnliche Werbemaßnahmen hatten auf der US-Konkurrenzplattform Facebook im November zu heftigen Protesten geführt. Kurz darauf schränkte das Social-Networking-Portal seine Werbemaßnahmen wieder ein.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von studivzhasser
am 14. Dezember 2007, 18:40 Uhr
Studi-VZ plant angeblich Werbung
Diese Betrüger, das war doch klar: erst lügen, dann sammeln und jetzt alle mit Werbung zumüllen und im nächsten Schritt Daten verkaufen! Sauerei!
 
von Markus Ramme
am 14. Dezember 2007, 18:55 Uhr
Spannende Entwicklung
Hmm, die Entwicklung beim StudiVZ ist ja mal wirklich interessant.Ich persönlich bin gespannt wie die Auswirkungen auf die Reputation des Unternehmens und die Mitgliederzahl selbst ist. Wie ist da Eure Meinung?Da ich zeitgleich zu der aktuellen Entwicklung an einer universitäten Seminararbeit forsche bin ich sehr tief in der Materie drin.Weitere Infos dazu für interessierte:http://www.shortlink.org/studivzumfrageVielen Dank!
 
von wolfgang
am 15. Dezember 2007, 09:29 Uhr
Studi-VZ plant angeblich Werbung nach Facebook-Vorbild
Kauft, Leute, kauft!Datenschutz eine Katastrophe!Spionage bis in die letzten Winkel der persönlichen Sphäre. Dagegen ist die Vorratsdatenspeicherung ja harmlos.Nee, ohne mich!
 
von djtinnitus
am 15. Dezember 2007, 23:32 Uhr
Mitgliedschaft ist freiwillig...
Was soll die Aufregung, niemand ist gezwungen, den neuen AGB zuzustimmen! Wer keinen Nerv auf Verwendung seiner Daten hat, meldet sich eben ab und gut!