Vista: Multimedia bremst Netzwerkperformance aus

Werden unter Windows Vista Multimedia-Dateien abgespielt, so sinkt der Netzwerkdurchsatz des Systems. Das schreibt Microsoft-Mitarbeiter Mark Russinovich in seinem Technet-Blog. Vista, so Russinovich, sei mit Hilfe des Multimedia Class Scheduler Service MMCSS auf weitestgehend unterbrechungsfreies Multimedia-Playback ausgelegt.

Andere Aufgaben wie verarbeitungsintensive Netzwerkaktivitäten werden während des Abspielens zurückgestellt. MMCSS weist den NDIS-Treiber dann an, maximal zehn Pakete pro Millisekunde durchzulassen. Dies entspricht einem Gesamtdurchsatz von 15 MByte/s. 100-MByte-Netzwerke können mit 12 MByte/s umgehen. Hier werden sich also keine Performanceeinbußen bemerkbar machen. In einem Gigabit-Ethernet-Netz hingegen könne das System um bis zu 15 Prozent ausgebremst werden, berichtet Russinovich. Das Netzwerk-Team arbeite aber gemeinsam mit dem MMCSS-Team an der Lösung des Problems.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von TBW
am 29. August 2007, 22:39 Uhr
gigabit um 15% langsamer...
...kein wirkliches Problem, oder? Wenn ich Netzwerkperformance brauche, dann spiele ich nicht gerade einen HD-Film ab. Alles Quatsch mit Soße sich darüber gedanken zu machen.
 
von Der Skeptiker
am 30. August 2007, 09:52 Uhr
AW: gigabit um 15% langsamer...
Das finde ich nicht. In der Regel ist beim Gigabit-Netzwerk eh Implementationsbedingt bei 35 bis 50MB/s Schluss. Besonders in Umgebungen mit großen Filetransfer-Mengen (Engineering, Werbung, ...) kann es da bei größeren Vista-Anzahlen zu Übertragungsstaus durch abgewiesene Pakete kommen.Da hat einfach ein Programmierer die Notbremse gezogen, da er sein Media-Problem anders nicht lösen konnte.Toll. Abteilung A macht Kuddel-Muddel mit Abteilung B, um ein Problem unter den Teppich zu kehren.Aus solchen Gründen warten alle auf SP1 oder SP2, bevor sie zu Vista wechseln.