Die chinesischen Behörden sorgen erneut mit ihren Zensurmaßnahmen für Aufsehen: Wie die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) berichtet, wurde der Internet-Dissident und Blogger He Weihua in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, weil er regimekritische Beiträge in Online-Foren veröffentlicht hatte.
RSF verurteilt das Vorgehen der chinesischen Regierung aufs Schärfste. Es könne nicht akzeptiert werden, dass die Behörden in China derartige Methoden benutzten, um Bürger zum Schweigen zu bringen. Ein psychisch Kranker wäre nie in der Lage gewesen, derart detaillierte Enthüllungsberichte zu verfassen, so die Organisation, die sich weltweit für die Pressefreiheit einsetzt und gegen Zensurmaßnahmen kämpft.
Der eingewiesene He Weihua ist bereits Anfang des Monats festgenommen worden, nachdem er einen Artikel im Internet gepostet hatte, der die gestiegenen Schweinefleischpreise kritisierte und den Zusammenbruch der Kommunistischen Partei aufgrund von Korruption prophezeit hatte. Im Jahr 2004 war er schon einmal in die Psychiatrie gesteckt und 2006 fast von einem Motorrad niedergefahren worden, dessen Lenker ihn dazu anhielt, seine Menschenrechtsaktivitäten aufzugeben.
Laut Aussagen von Verwandten ist Weihua weit entfernt von einer psychischen Krankheit. Das Problem liege wohl vielmehr darin, dass er eine Reihe von Berichten über Menschenrechte auf der in China verbotenen, regimekritischen Webseite Boxun veröffentlicht hatte.

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