Der Halbleiterhersteller NXP hat eine neue RFID-Chiplösung angekündigt, mit der DVDs und andere Disk-basierte Medien unbrauchbar gemacht werden können sollen. Der implementierte Minichip ist für Handelsketten vorgesehen, denen durch den Diebstahl von Unterhaltungs-Produkten allein in den USA rund 400 Millionen Dollar entgehen, so eine Schätzung der Entertainment Merchants Association.
Durch den RFID-Chip bleibt das Medium deaktiviert, bis es an der Kasse freigeschalten wird. Für die Aktivierungslösung kooperiert NXP mit dem Technologieunternehmen Kestrel Wireless.
"Durch den Deaktivierungs-Mechanismus von DVDs und anderen Medien fällt die Motivation für den Diebstahl weg", erklärt Kurt Bischof, Marketing-Manager Consumer Electronics und Media Management bei NXP. Die entwickelte Lösung sei aber nicht auf Disk-basierte Medien beschränkt, sondern könne ohne weiteres auch bei jeglichen Elektronikgeräten als Diebstahlschutz zum Einsatz kommen. In einem ersten Schritt will man sich aber auf den DVD-Markt konzentrieren und die großen Filmstudios wie Disney, Warner und Fox für die Lösung gewinnen. Diese müssten den physikalischen Mini-Baustein bereits bei der Produktion der Disks berücksichtigen.
Während die großen Player der Filmindustrie Bischof zufolge bisher sehr positiv auf die Lösung reagierten, gilt es nun die großen Retail-Ketten für das Vorhaben zu begeistern. "Angesichts tausender Geschäftslokale, die große Ketten in den USA oder Deutschland betreiben, ist die Anpassung der Infrastruktur an eine derartige Lösung natürlich ein großes Unterfangen", so Bischof. Gerade der Einzelhandel werde aber von dem innovativen Diebstahlschutz profitieren. Zum einen könnten die durch Diebstahl entstehenden Verluste minimiert werden. Zum anderen würden sich durch wegfallende Anti-Diebstahlmaßnahmen die Vermarktungsmöglichkeiten von Medien und Elektronikgeräten innerhalb des Geschäftslokals entscheidend vergrößern.

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