Avira verwechselt Windows-Datei mit Trojaner

Ein fehlerhaftes Update des Antiviren-Spezialisten Avira hat bei zahlreichen Anwendern am Freitag morgen für Probleme gesorgt. Wer sich zwischen 8.46 und 9.10 Uhr ein Update heruntergeladen hatte, der wurde mit einem Fehlalarm konfrontiert: Das System klassifizierte die Systemdatei "winlogon.exe" von Windows XP als Trojaner "TR/WLHack.A".

Das Signatur-Update (Mono-VDF Version: 6.38.00.142 / IVDF Version: 6.38.00.145) sei um 9.10 Uhr von allen Servern genommen worden, teilte Avira mit. Das Unternehmen will den Fehler innerhalb kurzer Zeit behoben haben. Die neue Signatur-Datei (Mono-VDF Version: 6.38.00.143 / IVDF Version: 6.38.00.146) beseitigte die fehlerhafte Trojanerwarnung.

Der Antivirenspezialist bezeichnete den Vorfall als "bedauerlichen Irrtum" und entschuldigte sich bei seinen Anwendern: Üblicherweise würden im Rahmen der Qualitätssicherung auch Windows-Dateien vor Veröffentlichen eines Signatur-Updates geprüft. Aufgrund eines Prozessfehlers sei dies hier jedoch nicht korrekt geschehen.

Avira steht mit der Panne indes nicht allein da: Immer wieder geraten Hersteller von Antivirensoftware in Konflikt mit dem Betriebssystem der Anwender. So waren vor einem Jahr AOL-Nutzer nach einem Symantec-Update offline. Kurz zuvor konnten Anwender von McAfees Lösung Microsoft Excel nicht mehr starten, weil das Programm als W95/CTX-Virus definiert wurde.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Baur
am 2. April 2007, 09:30 Uhr
...nicht ungewöhnlich für AVIRA
AVIRA-Anwender kennen das Problem:sicherlich ist kein Anbieter von Antivirenprogrammen vor Fehlalarmen geschützt, aber AVIRA verteidigt datapfer den Spitzenplatz:Bei keinem anderen Antivirenprogrammhatte ich soviel Fehlalarme wie bei AVIRA. Das setzt dann den Nutzwertder Software bis zur Unbrauchbarkeit herab.
 
von stritti
am 2. April 2007, 10:05 Uhr
AW: ...nicht ungewöhnlich für AVIRA
Das kann ich so nicht bestätigen. Ich verwende die Avira-Software seit über 5 Jahren und hatte so gut wie keine Probleme. Schwierigkeiten tauchen grundsätzlich bei Verwendung von Norton und G-Data auf. Bei Norton wird das System extrem langsam und blockiert teilweise, bei G-Data ist beispielsweise der Router nicht mehr erreichbar.Nicht so bei Avira. Funktioniert sowohl in der freien, als auch in der bezahlten Version tadellos. Zumindest hatte ich keinen einzigen Schädling und meine Systeme laufen ohne Behinderung. Auch bei meinen Kunden, denen ich ausnahmslos Avira empfehle, konnten keine Probleme festgestellt werden.
 
von nohero1958
am 5. April 2007, 23:18 Uhr
AW: AW: ...nicht ungewöhnlich für AVIRA
Auch ich habe keine Probleme mit Avira.Was mir aber sauer aufstößt, das bei vielen Konsumer-PC's die 90-Tage-Test-Version von Norton-Internet-Security drauf ist. Was an sich nicht schlecht ist. Aber gerade Privatnutzer vergessen dann schnell, das diese Version nur für 90 Tage relative Sichrheit bietet, weil nur in dieser Zeit Aktualisierungen vorgenommen werden und dann wundern sie sich, das sie nach längerer Zeit nicht ausreichend geschützt sind. Diese Beigaben wiegen die User in Sicherheit, die nach 90 Tagen aber abgelaufen ist. Diese Beigabe sollte man weglassen denn dann weiß auch der dümmste User das er keinen Schutz hat und sich kümmern muß. So verarscht man gutgläubigen Kunden.
 
von Tom
am 8. April 2007, 20:02 Uhr
AW: AW: AW: ...nicht ungewöhnlich für AVIRA
Also, bei einer Bekannten hat Norton Internet-Security super geschützt: Sie kam garnicht mehr ins Netz. Und daß Norton Antivirus dem PC öfter mal ne Denkpause verpasst habe ich auch schon festgestellt. Da lobe ich mir Avira: Immer schön unauffällig und gelegentlich ein Fehlalarm ist immer noch besser als eine Vireninvasion.
 
von lars
am 2. April 2007, 12:29 Uhr
Meldung ist doch schon kalter Kaffee
War wohl ein dummer Aprilscherz der Abteilung bei Avira oder jemand derschon ins Wochenende/Urlaub gegangen war.Hat mich den Freitag vormittag gekostet den Fehler auszusitzen. Dumm nur das bei Avira keine Infos zum Virus vorhanden sind und schade für den der beim Googlen nach WLHack sich hat überzeugen lassen das System neu aufzubauen.Gruss