Mit einem Anteil von nur 0,68 Prozent am beobachteten Mailaufkommen wurde im Juni ein Rekordtief an mit Viren infizierten E-Mails ermittelt. Dies berichtet der Sicherheitsanbieter Blackspider Technologies. Die Anzahl der Viren-Mails ist seit Januar monatlich gesunken. Im Mai betrug ihr Anteil noch 0,73 Prozent.
Blackspider warnt jedoch davor, den starken Rückgang mit einem Verschwinden des Virenverkehrs gleichzusetzen: "Dies ist keinesfalls als Sieg der Sicherheits-Industrie über die Malware-Autoren zu sehen. Wir beobachten derzeit einen Taktikwechsel bei der Virenverteilung und nicht einen Niedergang der Viren an sich. Statt einen Virus plump in eine E-Mail einzubetten, verschicken Autoren von schadhaftem Code ihre E-Mails mit Links zu verseuchten Websites, von denen sich der User beim Anklicken des Links die Viren auf seinen Rechner lädt. Eine reine E-Mail-Sicherheitslösung reicht heutzutage nicht mehr aus. Die Lösung muss mit einem effektiven Webfilter-System einhergehen. Ansonsten öffnet ein Unternehmen jedem Eindringling Tür und Tor ins Netzwerk."
Der Anteil an Spam sank laut Blackspider im Vergleich zum Rekordhoch im Vormonat beträchtlich. Betrug die Spam-Rate im Mai noch 87,74 Prozent, beobachtete der Security-Dienstleister im Juni einen Anteil von 78,14 Prozent.
Netsky.P bleibt mit 16 Prozent aller Viren-E-Mails Spitzenreiter in den Viren-Charts. In der Blackspider-Top-Ten für Juni rangieren folgende Schädlinge auf den Plätzen:
- W32.Netsky.P
- Trojan-Spy.HTML.Fraud.f
- W32.Blackmal.E
- Trojan-Spy.HTML.Bankfraud.od
- W32.Beagle!zip
- W32.Netsky.D
- Phish-BankFraud.eml.b
- W32.Mytob.AG
- W32.Beagle.DN
- Exploit-MIME.gen.c

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