Samsung entwickelt Flash-basierten Festplattenersatz

Samsung hat mit der Solid State Disk (SSD) ein Speichermedium entwickelt, das mit einer Kapazität von bis zu 16 GByte in mobilen Geräten wie Notebooks und Tablet PCs die Festplatte ersetzen soll. Als größten Vorteil führt Samsung den geringeren Stromverbrauch an, der bei weniger als fünf Prozent einer normalen Festplatte liegen soll. Ein Notebook soll mit einer Akkuladung so mehr als zehn Prozent länger laufen.

Die SSD wird aus Samsungs NAND-Flash-Modulen mit einer Speicherdichte von 4 oder 8 GBit zusammengesetzt. Die Abmessungen sollen denen einer 1,8- beziehungsweise 2,5-Zoll-Festplatte ähnlich sein. Beim der 2,5-Zoll-Variante bringt Samsung bis zu 16 Module mit 8 GBit Speicherdichte unter, woraus sich maximal 16 GByte Kapazität ergeben.

Eine SSD hat keine beweglichen Teile und der Stromverbrauch soll bei weniger als fünf Prozent einer normalen Festplatte liegen. Die Laufzeit eines Notebooks könne dadurch um "mehr als zehn Prozent" verlängert werden. Auch die Geräusch- und Wärmeentwicklung sei deutlich geringer und die SSD sei unempfindlicher gegen extreme Temperaturen.

Als weiteren Vorteil nennt Samsung die höhere Geschwindigkeit, die im Vergleich zu klassischen Festplatten ähnlicher Größe um 50 Prozent höher liege. Daten könnten mit bis zu 57 MByte/s gelesen und mit bis zu 32 MByte/s geschrieben werden. Die 1,8-Zoll-Variante soll im August erhältlich sein. Wann das 2,5-Zoll-Medium erhältlich sein wird, ist nach Auskunft der Samsung-Pressestelle noch nicht bekannt, gleiches gilt auch für die Preise.

Die höhere Geschwindigkeit Schreib- und Lesegeschwindigkeit von Flash-Speichern will sich Samsung auch an anderer Stelle zunutze machen. So hat das Unternehmen im April eine Festplatte angekündigt, die zusätzlich über 1 GByte Flash-Speicher verfügt, der als eine Art Cache fungieren soll. In der nächsten Windows-Generation Longhorn werden laut Microsoft Funktionen enthalten sein, um Daten soweit möglich im Flash-Speicher abzulegen. Nach den Plänen der Redmonder soll eigentliche Festplatte so lange wie möglich stillstehen, was sich auf den Stromverbrauch und die Geräuschentwicklung positiv auswirke.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Ording
am 27. Mai 2005, 13:33 Uhr
10% länger Strom bei evtl. 20% der Datenkapazität
eine ca. gerade 20%tige datenkapazität bei dann gerade 10% länger stromdauer, halte ich für nicht gerade überlegenswert.
 
von EDV-User
am 27. Mai 2005, 19:57 Uhr
AW: 10% länger Strom bei evtl. 20% der Datenkapazität
Das sehe ich genauso. Der meiste Strom wird doch vom Festplattenmotor und dem Antrieb für die Schreib-/Leseköpfe verbraucht. Wieso also diese Ineffiziens? Hier müsste weitaus mehr rauszuholen sein.Kapazitätsmäßig ist denkbar, eine normale Festplatte zur Datenspeicherung einzusetzen (die z. B. alle 10 Min automatisch stattfindet, danach schaltet die Platte wieder ab)
 
von Sepp
am 8. Juni 2005, 15:45 Uhr
AW: AW: 10% länger Strom bei evtl. 20% der Datenkapazität
Weis garnicht was ihr habtich halte von grossen platten in Notebooks eh wenig, sinnvoller finde ich lange laufzeit und schnelle Geräte. Außerdem sollte man sich immer voraugen halten das es auch Festplatten mit 10 MB ( eventuell auch weniger ) gab. Da sind 16 gb für den Anfang verdammt viel.
 
von hans
am 12. Oktober 2006, 13:29 Uhr
gibts doch schon