Handys in Südkorea: Java künftig nicht mehr exklusiv

(http://www.zdnet.de/news/39121841/handys-in-suedkorea-java-kuenftig-nicht-mehr-exklusiv.htm)

von Ben Charny und Joachim Kaufmann, 26. April 2004

US-Handelsministerium wollte sich an die WTO wenden

Das südkoreanische Ministerium für Telekommunikation hat eine frühere Entscheidung revidiert, wonach Mobilfunkprovider nur Suns Java-Technologie zur Realisierung von Dienstleistungen wie Spiele, Klingeltöne und Downloads verwenden dürfen.

Vertreter des US-Handelsministeriums hatten bereits angedeutet, sich an die WTO (World Trade Organization) zu wenden, falls die im April 2003 verkündete Entscheidung nicht zurückgenommen wird. Das US-Unternehmen Qualcomm, Hersteller von Handy-Chips und Software, dürfte von der Entscheidung unmittelbar profitieren, da die Brew-Plattform (Binary Runtime Environment) im asiatischen Raum relativ populär ist.

Anders als auf dem PC-Desktop konnte sich Java als Basis für Mobilfunkanwendungen sehr gut positionieren. Smartphone-Hersteller wie Nokia liefern die Java-Runtime zusammen mit ihren Geräten aus.