Handybetrug immer dreister

Mit immer ausgeklügelteren Tricks machen Betrüger Kasse bei ahnungslosen Handynutzern. Das Fachblatt "Finanztest" stellt die neuesten Methoden der Betrüger vor und zeigt, welchen Schutz es dagegen gibt. Die Abzockerei beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die 0190er Nummern.

Auch über Vorwahlnummern in Übersee wird abkassiert. "Habe schon versucht, dich zu erreichen, leider ohne Erfolg. Bin ab 17.30 Uhr unter folgender Nummer zu erreichen +78163451" - wer nach solchen SMS die Rückruftaste drückt, zahlt kräftig drauf. Denn das Kreuz steht für die teuere Auslandsvorwahl 00.

Besonders hinterhältig ist auch ein Trick, bei dem der Rückruf auf ein Tonband geschaltet wird, das ein Freizeichen sendet. Je länger der Anrufer es klingeln lässt, desto teurer wird das Gespräch.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von mst
am 21. Januar 2003, 09:18 Uhr
Wissen schützt vor Schaden
Es ist erschreckend wie lange der Durchschnittsdeutsche angeblich braucht um zu lernen dass sich hinter 00331... nicht Potsdam, sondern eine Nummer in Frankreich \'verbirgt\' und dass es sich bei dem \'+\' um das Alias für die jeweilige internationale Vorwahl handelt. Mindestens genauso kriminell wie das Provozieren der Rückrufe ist die Leichtgläubigkeit und das Unwissen der Benutzer. Wissen shützt!
 
von Achim Nyenhuis
am 22. Januar 2003, 08:40 Uhr
Komplizen in Berlin
Die Regierung macht sich durch die wirkungslose Reaktion zum Komplizen der Abzocker und deren Helfer.<br />Wofür brauchen wir ein Ministerium für Verbraucherschutz?
 
von Hurricane
am 22. Januar 2003, 12:37 Uhr
Selber schuld!
Wer so hohl ist und nicht rafft welche nummern abzock-nummern sind (oder sein könnten), der hat\'s nicht besser verdient.<br /><br />Das ist ganz einfache natürliche selektion. Die dummen gehen eben pleite.<br />Die schwachen zebras werden ja auch gefressen.<br />Und wäre das nicht so, hätte es uns menschen warscheinlich nie gegeben.<br /><br />Nur woher dieser menschliche abschaum meine handynummer herbekommt, das würde mich interessieren...<br />Das problem ist dass man, wenn man einmal in der liste ist nie mehr raus kommt und die verbreitung unendlich ist.<br />Es muss sich nur EINE firma nicht an das "nicht an dritte weitergeben"-verspechen halten, oder man muss es nur ein mal übersehen, und schon ist\'s zu spät...
 
von Rainer Gaiss
am 22. Januar 2003, 16:03 Uhr
Die Mobilfunkanbieter freut\'s
Das Schlimme ist, dass die Provider gar nichts dagegen unternehmen wollen.<br /><br />Ich habe einmal in einem solchen Fall Eplus um Unterstützung gebeten. Die waren nicht bereit mit mir zusammenzuarbeiten, sie haben auch gesagt, sie werden die Polizei bei Ermittlungen nicht unterstützen. Gut, dass mein Vertrag ausgelaufen ist...