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von Kai Schmerer, Joachim Kaufmann, Christoph H. Hochstätter, Michael Sixt
 

Leiden iPhone-Besitzer am "Stockholm-Syndrom"?

gepostet von Peter Marwan
@
14.12.09, 11:57 Uhr
tags iconTags: iphone

Das Beratungsunternehmen Strand Consult hat mit einem Thesenpapier zum iPhone, über das unter anderem 9 to 5 Mac und ZDNet.com berichteten, für heftige Diskussionen gesorgt. Sind iPhone-Nutzer wirklich psychologische Problemfälle oder ist ihr Verhalten für alle Käufer von teuren Technologien typisch?

Das sogenannte "Stockholm-Syndrom" ist ein erstmals 1973 bei einem Banküberfall in Schweden festgestelltes Verhaltensmuster von Geiseln gegenüber den Geiselnehmern. Die Festgehaltenen entwickelten in den fünf Tagen, in denen sie mit den Verbrechern zusammen waren, eine größere Angst vor der Polizei als vor ihren Geiselnehmern, empfanden trotz ihrer Angst auch nach Beendigung der Geiselnahme keinen Hass, baten sogar um Gnade für die Täter und besuchten sie im Gefängnis.

Prominentestes und vielleicht extremstes Beispiel für solch ein Verhalten ist Patty Hearst, die Enkeltochter des schwerreichen Medienzaren Randolph Hearst: Sie schloss sich 1974 nach einer spektakulären Entführung durch die linksradikale "Symbionese Liberation Army" dieser an und wurde später wegen Bankraubs selbst zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Strand Consult sieht vergleichbare Verhaltensmuster bei iPhone-Besitzern, die trotz der Mängel und Einschränkungen des Produktes, dieses vehement gegen alle Arten von Angriffen verteidigen. Für diese Behauptung führen die Analysten zahlreiche Beispiele an.

Kritik Gegenargument
Das erste iPhone war kein 3G-Phone. Wozu braucht man 3G. Man kann das iPhone auch ohne 3G nutzen. 3G ist ohnehin nicht sehr weit verbreitet. Also alles kein Problem.
Das iPhone kann keine MMS versenden Es besteht kein Bedarf am Versand von MMS. Fast niemand nutzt diese Funktion.
Das iPhone bietet kein Multitasking, zahlreiche Anwendungen lassen sich daher nicht nutzen. Das Fehlen von Multitasking ist eine wohlüberlegte Entscheidung, um eine schnellere Benutzeroberfläche zu erreichen.
Das iPhone kann nur von wenigen - von Apple ausgewählten - Providern erworben werden. Apple hat viel Zeit und Energie darauf verwendet, für seine Kunden die besten Provider auszuwählen.
Nutzer können keinen Browser installieren. Der von Apple entworfene Browser ist technisch anderen so überlegen, dass es sinnlos wäre, einen anderen installieren zu können.
SMS lasse sich nicht weiterleiten. Diese Funktion wird kaum genutzt und war daher in den ersten iPhone-Generationen nicht enthalten.
Die Kamera des iPhone ist nicht besonders gut. Die eingebaute Kamera ist vollkommen angemessen. Das iPhone macht damit wunderbare Bilder.
Der Akku des iPhone lässt sich nicht austauschen. Wie viel Handynutzer rennen denn mit einem Ersatzakku in der Tasche herum? Nicht viele.
Nur Apple entscheidet, welche Anwendungen sich auf dem iPhone installieren lassen. Das ist gut so. Apple stellt damit sicher, dass keine minderwertigen Anwendungen zum Einsatz kommen.
Der AppStore ist eine geschlossene Welt. Auch das ist gut so. Apple weiß, was iPhone-Nutzer brauchen. Es gibt ausreichend Anwendungen.
Das iPhone unterstützt Java nicht, viele Spiele müssen daher speziell für das iPhone entwickelt werden. Java ist langsam und nicht sauber an mobile Endgeräte angepasst. Spiele für das iPhone sind viel besser, weil sie speziell dafür entwickelt wurden.
Das iPhone ist lediglich ein Mobiltelefon mit sehr hübsch verpackter Einsteigertechnologie. Apple hat die Kombination von Design und Benutzeröberfläche auf eine neue Stufe gehoben. Technische Spezifikationen spielen da keine große Rolle mehr.
Die Sprachqualität ist schlecht, Gespräche werden oft unterbrochen und die Netzwerkabdeckung ist bescheiden. Das iPhone ist ein gutes Telefon, die Probleme sind auf die Netzwerke der Provider zurückzuführen.
Das iPhone unterstützt keine Speicherkarten. Das Telefon bietet bereits ausreichend Speicherplatz. Außerdem können Käufer zwischen zwei Modellen mit mehr oder weniger Speicher auswählen.
Es gibt keine Radiofunktion. Die braucht man auch nicht. Das iPhone unterstützt ja iTunes, und damit hat man Zugriff auf nahezu unendlich viel Musik.

Diese oder ähnliche Argumente hat wohl jeder schon von einem überzeugten iPhone-Besitzer gehört. Sind iPhone-Fans also Apple-Geiseln? Gibt es - wie Strand Consult behauptet - tatsächlich ein "iPhone-Syndrom"?

Wahrscheinlich schon. Aber so wie es aussieht, ist das Verhaltensmuster nicht auf iPhone-Besitzer beschränkt. Fast alle Käufer von im Preis gehobener Technologie verteidigen diese später vehement – und oft entgegen aller Vernunft – gegen Kritik. Beweise dafür werden Sie nach den Weihnachtsfeiertagen sicher auch in Ihrem Freundeskreis finden ...

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von coke
am 14. Dezember 2009, 14:22 Uhr
Was 'n Unsinn! ;-)
... auch das (teure) Auto, das man gekauft hat, ist natürlich das beste Auto der Welt, auch wenn es jeden Monat in der Werkstatt steht und natürlich war auch der (teure) Urlaub der bester Urlaub der Welt, obwohl nebenan eine Baustelle die Ruhe vermiest hat und auch die (teure) Jeans ist die beste der Welt, obwohl sich bereits nach vier Wochen die erste Naht löst.

Wer gibt schon gerne zu, (viel) Geld in Sand gesetzt zu haben? Ich würde sagen: das ist mal wieder eine (teure) Studie, die die Welt nicht braucht -- weil bereits Allgemeinwissen. Aber "Strand Consult" wird dagegen sicherlich auch eine Rechtfertigung finden. Nein?

;-)
 
von Otto
am 14. Dezember 2009, 20:00 Uhr
AW: Was 'n Unsinn! ;-)
coke hat Recht: Es gibt genügend Studien zur Einstellung von Käufern nach dem Kauf die zeigen, daß ein Käufer z.B. nur positive Artikel zu seinem Produkt liest, um seine Entscheidung zu bestätigen. Keiner gibt gerne zu eine Fehlentscheidung getroffen zu haben. Beim iPhone kommen 2 Faktoren zusammen:
- hohe Verkaufszahlen und Verbreitung
- offensichtliche Produktdefizite

Es ist natürlich aufreißerischer davon zu Reden ein iPhone Nutzer leidet am Stockholm Syndrom wie eine Geisel. Vom Stockholm Syndrom könnte man höchsten beim iTunes Store reden, denn nach dem Kauf des iPhones ist der Kunde eine Geisel des iTunes Store für den Kauf von Apps und Musik.
 
von Frank
am 14. Dezember 2009, 14:29 Uhr
nur viele Einwände Stimmen (bin keine Geisel)
Wenn man sich die Liste der Kritikpunkte anschaut, dann muss man der Argumentation von Apple in vielen Bereichen zustimmen:

Beispiel UMTS: Die Akkulaufzeiten von Geräten mit UMTS waren zu den Zeiten wo das erste i-phone auf dem Markt war so schlecht und der Netzausbau in den meißten Ländern so schlecht, dass er wirklich kein Punkt ist. Wer so eine Telefon hat, weiß wie wichtig die Akkuleistung ist

Beispiel Radio: Wer hört mit so einem Gerät Radio, das braucht wirklich niemand

Beispiel Mulittasking: Ich habe selber ein google g1 von HTC (also eher apple Gegner). Das erste Android-Telefon. Ich habe ganz viele Anwendungen wieder runtergeschnissen, weil so ein Telefon schafft einfach nicht noch viel im Hintergrund und der Akku hält oft nicht bis zum Abend durch

MMS: Hab ich noch nie benutzt, kenne auch keinen, der das benutzt. Mails mit dem Handy gerne.

Es gibt viel wichtigere Punkte als reine Hardware-Spezifikationen.Apple immer schon gut verstanden, dass es auf den Anwendernutzen ankommt.

Trotzdem denke ich auch, dass man natürlich eigene Entscheidungen um so konsequenter verteidigt, je mehr man investiert hat und je mehr man selber auch zweifelt (man will sich eigentlich vor sich selbst rechtfertigen). Dies ist ein altbekanntes Phänomen, dafür braucht man keine Stockholm-Vergleich. Aber natürlich hört sich der cooler an.
 
von Sepp
am 14. Dezember 2009, 15:35 Uhr
AW: nur viele Einwände Stimmen (bin keine Geisel)
Du bist der lebende Beweis, dass die These war Wahres hat. Rechtfertigst Dich bzw. Dein Telefon gegen Vorwürfe, die keiner gemacht hat!
 
von Max
am 15. Dezember 2009, 07:39 Uhr
AW: Stockholm Syndrom
Hat wohl jemand geschrieben der noch nie ein iPhone benutzt hat und stattdessen nur Specs im Internet gelesen hat. Oder Apple hasst. Die Grundaussage bezüglich der Rechtfertigung für teure Anschaffungen kann ich nachvollziehen. Aber die technische Diskussion ist doch Bimbam für die Fresien.
Vielmehr denke ich dahinter steckt die wahre Psychotruppe, die alles was sie nicht kennt, schlecht macht. Habe das schon oft erlebt. Das iPhone sei doch nur ein Proll Handy. Nachdem man den Leuten zeigt was es wie macht sind sie meistens begeistert.
Aber mein Gott, ihr findet das iPhone schlecht, dann kauft euch ein anderes und lasst mich mit dem Stockholm Quark in Ruhe.
 
von reinhold
am 6. Januar 2010, 22:11 Uhr
AW: AW: Stockholm Syndrom
ich bin auch der meinung, dass viele leute apple schlecht machen, weil sie die produkte nicht kennen. ich hab mir jetzt zu weihnachten ein mac book pro geschenkt, auch aus dem grund heraus, weil ich nach vielen jahren windows jetzt endlich die schnauze voll hab (win-würg). nach jetzt nur 10 tagen bin ich überzeugt, dass ich den richtigen kauf getätigt habe. ich kann das gerede des stockholm-syndroms nicht nachvollziehen. kauft euch einen mac und ihr werdet sehen....
 
von mac4ever
am 12. Januar 2010, 22:25 Uhr
AW: AW: AW: Stockholm Syndrom
Ja, das mit dem Mac kann ich bestätigen.

Ich habe inzwischen den dritten. Und es wäre kein Problem gewesen, zu Windows oder Linux zu wechseln bzw. einen Zweitrechner unter den genannten Systemen zu betreiben. Will ich aber nicht - nicht wegen getätigter Investitionen, sondern weil das MacOSX das angenehmste OS von allen ist.

Ich bin nicht Apple-süchtig, mir fehlt auch z.B. ein leistungsfähiger Mittelklasserechner. So muß ich noch warten, bis der Mac mini upgedatet wird. Aber das OS zu wechseln, kommt gegenwärtig nicht in Frage.
 
von Norman
am 15. Dezember 2009, 00:54 Uhr
virale Werbung?
Anti-Werbung ist wohl auch noch immer Werbung und vielleicht will man damit später das neue iPhone 2010 pushen und fängt jetzt an wie damals die Schlechtmachung von Vista?
Dann das ganze noch mit dem Stockholm-Syndrom gleichzusetzen ist ja schon mehr als Eyecatcher...
Warum ich hier schreibe? Hey...ich bin ein iPhone-User (3G factory-unlocked) und kann mich wirklich in der Summe nicht beschweren. In der Summe schreibe ich, weil das Ding natürlich auch seine Macken hat. Die Kamera ist ausreichend bis mangelhaft und die Akkulaufzeit befriedigend bis ausreichend. Ich hab ausreichend Möglichkeiten das Handy an einen USB-Port zu hängen und für längere Aktionen sogar einen Akkupack (kein Pack ausschließlich fürs iPhone). Natürlich schaut man schon, wenn jetzt Handys mit ausgereiftem Multitasking kommen (wobei das beim iPhone nicht technisch begründet ist, da der Prozessor Multitaskingfähig ist) oder ihre 8+ MP Kamera haben. Gibt sicherlich noch ein paar Macken, die das Teil hat, aber bei den Sachen auf die es mir ankommt, bin ich mehr als zufrieden und es hat mir als IT-ler mit VPN und Konsole schon ein paar Mal geholfen. Mit anderen Handys wäre das heute vielleicht auch möglich und deswegen betrachte ich mein Handy auch nicht als eierlegende Wollmilchsau. Die Optik und das Marketing von Apple ist gut durchdacht und viele verbinden mit dem Apfel immer Luxus (warum auch immer) und wollen haben haben haben. Nebenbei muss man bedenken, dass das iPhone auch technisch gute Kritik seiner Zeit bekommen hat. Kennt jemand ein Heft, wo das iPhone mit ungenügend abschneidet?
Wie dem auch sei. Wenn mir in den nächsten 1-2 Jahren (zwar ohne Vertrag, aber die Anschaffung war teuer) ein besseres Handy über den Weg läuft, will ich sicherlich nicht das neue Nachfolgermodell vom iPhone unbedingt nehmen wenns mies ist.
Im Moment gibts viele Handys, die es mit dem Apfel aufnehmen können (auch ein Grund für die Studie?) und Apple wirds sicherlich nicht leicht haben und wenn Sie den damaligen Vorsprung weiter verlieren war es das auch wieder. Für jetzt bin ich der Summe happy.
Und was lernen wir daraus?
Solche Studien gehören in die Tonne, denn man könnte Sie auf viele teure Produkte anwenden.
Persönlich kann ich sagen, dass ich einige iPhone-User kenne, die bei weitem nicht unter dem Stockholm-Syndrom leiden, sondern einfach Spaß an den Vorzügen haben. Wer teure Produkte kauft und sich nicht die Nachteile eingesteht hat generell ein Problem und die werden größer je teurer das Produkt ist und wenn ich mir die Verträge vom iPhone angucke, ist das ja - in meinen Augen - was sehr teures. Ändern wird diese Studie deswegen nichts und das Geld hätte man lieber in Entwicklung stecken können.
Wie komme ich ans iPhone? Hab mit dem Touch angefangen und die Telefonfunktion vermisst :D.
Wenn ich der Studie aber mal Anregungen geben darf. Sie sollte sich die Leute angucken, die damals WÄHREND der Vertragslaufzeit mal eben vom 2G zum 3G gewechselt sind oder so und die Zuzahlungen in Kauf genommen haben. Wieso macht man das? Oder warum kaufen sich manche alle 6 Monate einen neuen Rechner?
PS: Das 2G fand ich damals nett, aber es hatte eben kein UMTS und kein GPS und viel deswegen direkt aus dem Focus, weswegen ich bis vor dem 3G ein Sony Ericson K800i hatte. Das Teil hatte ne bessere Kamera mit Blitz, bessere UMTS-laufzeit. Trauere ich manchmal drum, aber kein Produkt ist eben perfekt.
 
von Scheinheiliger
am 17. Dezember 2009, 08:42 Uhr
Stockholm-Syndrom wurde falsch verstanden
Zum einem gibt es recht viele mündige Handybesitzer, die sehr wohl entscheiden können, was für Geräte für sie gut sind. Zum anderen bietet das iPhone eine Eigenschaft, die man bei der Konkurrenz schmerzlichst vermissen lässt, es ist für jederfrau/mann/kind bedienbar!

Wenn wann heute langsam begreift, in was für abgrundtief verkommene Geschäfte die Banken verstrickt sind, fragt man sich, wer 1973 in Stockholm die Bösen waren.

Leider ist dies ja Wirklichkeit und kein blöder Witz.
 
von abebe
am 18. Dezember 2009, 00:07 Uhr
I Phone
Die Argumente sind schwachsinnig, 8 Millionen Menschen entscheiden sich pro Quartal für das I Phone . 100.000 Aps gibt es. Was sollen wir da noch reden.
 
von Du
am 23. Dezember 2009, 19:43 Uhr
AW: I Phone
Ja und die besten kosten viel Geld, nix geht ohne Flatrate. Die Anwendunge funktionieren nicht im Ausland und für die besten muss das IPhone gecracked werden.
 
von steve
am 18. Dezember 2009, 13:31 Uhr
Die alte Specs Diskussion
Viele der Kritikpunkte sind durchaus richtig. Diese Diskussion geht so am Punkt vorbei, wie die uralte Diskussion, Apple-Computer seien für ihre technische Leistung zu teuer. Das iPhone ist nicht das modernste Smartphone und etliche Phones besitzen bessere Komponenten. ABER: das iPhone schlägt sie derzeit trotzdem alle. Ich habe früher Palm benutzt, dann mehrere Geräte mit Winmobile und zuletzt auch ein Android Handy (das wäre später evtl. eine Alternative). Sorry, keines kommt an das iPhone ran. Ich benutze es einfach gerne, viel und oft. Es liefert mir genau da Leistung wo ich sie brauche (Bedienung, Mail, Internet, Musik und ein paar spezielle Apps, die ich für wenig Geld ganz einfach kaufen und installieren kann). Alles funktioniert reibungslos und ohne das typische Windows Keine-Verbindung-hie-kein Treiber-da-ein-Crash-dort-HäckMäck. Speicherkarten bei 32 GB? Come on? Wie groß ist derzeit die größte SD-Card? An der Sprachqualität habe ich nichts auszusetzen und ich kenne kein Gerät, bei dem mir die Benutzung so leicht von Hand geht. Sicher, Apples Software ist ätzend proprietär, aber sie funktioniert!!! Und Microsoft ist nun beileibe kein Verfechter offener Standards. Gegenfrage: Was macht Winmobile eigentlich besser? Multitasking? LOL! Habe ich an meinem Iphone nur bei Skype vermisst und dafür gibt einen Hack. Ich bin vor einem Jahr aus der Windows Welt ausgestiegen und habe es weder am Schreibtisch noch beim Handy auch nur einen Tag bereut - trotz der happigen Kosten.
 
von Ich
am 23. Dezember 2009, 19:40 Uhr
AW: Die alte Specs Diskussion
Ja genauso sind die Apple Jünger. Immer agressiv und alle andere sind doof, weil sie es nicht verstanden haben.
 
von Marco S
am 20. Dezember 2009, 21:30 Uhr
Stockholm Syndrom nein, aber dennoch eine erklärungsbedürftige Verhaltensweise
Bei dem Stockholm Syndrom entsteht eine Bindung des Opfers zum Täter, welche positiv wahrgenommen wird. Hierbei handelt es sich um einen Schutzmechanismus, um eine solche Traumasituation zu überstehen.
Wenn jemand sich ein Handy kauft, ist dies sicherlich keine Traumasituation, selbst wenn die Funktionalität nicht den Wünschen entspricht.
Demanch kann die aufgestellte Frage: Leiden iPhone Besitzer am Stockholm-Syndrom ohne tiefere Analyse mit nein beantwortet werden.

Andererseits stellt sich natürlich die Frage, weshalb eine bestimmte Gruppe von Personen ein bestimmtes Objekt als durchweg positiv beschreibt und vehement verteidigt. In concreto wird durch eine Personengruppe Apple Produkte als besser angesehen, als die Produkte von Microsoft. Genauso gibt es natürlich auch die Microsoft Gruppe, die Ihre Produkte verteidigt.
Sicherlich kann dieses Verhalten nicht monokausal erklärt werden.
Feststellbar sind sicherlich religiöse Motive, (z.B. in der Wirklichkeit durch Auftritte der Firmenchefs Balmer und S. Jobs als ?Messias? feststellbar) Verbesserung oder Erhalt des Sozialstatus durch Besitz des ?richtigen Produktes? und auch kommunikative Motive. (Man findet leicht ein Gespräch zu gleichgesinnten und grenzt sich gegen die andere Seite gemeinsam ab)
Für die Verhaltensweise, positive Argumentation bei negativen Tatsachen, scheint mir der soziale Status eine besondere Rolle zu spielen. Wenn die Gefahr besteht, dass ein gekauftes Produkt in der Umwelt als nicht positiv wahrgenommen wird, so führt dies zu der Feststellung anderer Personen zu dem Schluss, dass da jemand Fehlkäufe tätigt; vielleicht ein Versager ist. Damit würde der soziale Status wohl herabgestuft werden.
Nun besteht einerseits die Möglichkeit, sich ein anderes Produkt zu kaufen, welches positiver von anderen Personen wahrgenommen wird. Oder andererseits kann das gekaufte Produkt auch wenn es Mängel aufweißt, in einer geschlossenen Gruppe als positiv wahrgenommen werden und nach außen auch positiv kommuniziert werden.
Dies scheint mir eine bessere Erklärung für das Verhalten zu sein, weshalb negative Eigenschaften nicht als negativ wahrgenommen werden.
 
von Homer
am 23. Dezember 2009, 16:56 Uhr
Kein Stockholm Syndrom sondern...
...kognitive Dissonanz, wie man im Marketing so schön sagt.
Seit Jahren bekannt und vorallem bei hoffnungslos überteuertem Technikspielzeug wie dem Iphone Gang und Gäbe. Irgendwie muss der Käufer sich selbst ja die Ausage von 600? - wider dem gesunden Menschenverstand - rechtfertigen.
 
von streifentier
am 25. Dezember 2009, 10:50 Uhr
MMS
hmh...also zumindest in der Schweiz gibt's ja MMS dafür. Ich werde mir jedenfalls nun auch ein iPhone holen. Ist einfach ein tolles Gerät. Und man sollte nicht vergessen: Es ist ein Telefon. Primär reicht telefonieren und SMS schreiben. Und die Möglichkeit, mobil in's Internet zu können, um z. B. schnell was zu googeln ist eine super Sache. Den allermeisten "Normalanwendern" reicht das völlig aus ;-)
 
von Volker Z.
am 26. Dezember 2009, 04:09 Uhr
Apple funktioniert besser...!
So ein dämlicher Vergleich. Apple funktioniert und macht Spaß....jede Firma versucht ihre Pfründe zu sichern!

Dieses ganze Bastelei mit Windows, Nokia und anderer benutzerfeindlicher Technologie hängt einem zum Hals raus!

Keiner wird gezwungen auf Apple Technologie umzusteigen. Aber ich bin sowas von glücklich mit meinem MiniMac+Iphone, weil es easy funktioniert!

PDA & Nokia Handy verschenkt, Windows PC gegen Playstation eingetauscht!
 
von Stutzl
am 29. Dezember 2009, 12:29 Uhr
AW: Apple funktioniert besser...!
Klar funktioniert iPhone/Apple besser. Ich meine, ich habe keine Probleme mit Bluetooth-Übertragungen und ich kann jedes handelsübliche Headset (auch günstige) verwenden ... ganz ohne Probleme und binnen 2-3 Minuten eingerichtet.

Ich nutze ein HTC HD2 und es funktioniert. Ich kann die Programme (ich weiß, Apps hört sich cooler an) nutzen, die ich beruflich brauche, laden, installieren, nutzen. Fertsch.

Ich finde die Kaufkriterien sehr vieler iPhone Nutzer, die ich persönlich kenne, sehr prickelnd. "Es sieht toll aus ... man kann damit sooo viel machen ... es ist das beschte Handy ever ... es hat so viele Apps ... usw"

Viele lassen sich auf Vergleiche mit anderen Herstellern kaum noch ein und schalten die Vernunft im Hirn aus.

Ich für meinen Teil brauche immer Wochen, bis ich mich für ein Gerät entscheide und mir persönlich ist es Scheiß-Egal, welcher Hersteller das ist. Die Diskussionen ob Apple oder wer auch immer besser sei, ist fürn Eimer, weil niemand besser als der andere ist, basta!

Meine Kaufgründe fürs HTC HD2:

- das Handy MUSS mit MEINEM BT-Headset kompatibel sein
- Outlook-Sync MUSS REIBUNGSLOS funktioneren
- Facebook, Twitter, Windows Live müssen installier/installierbar sein
- Touchscreen
- hochwertig verarbeitet, ohne wackelnde Teile
- frei wählbare Navigationssoftware
- guter Empfang
- micro USB-Anschluss für Akkuladen und PC-Anschluss
- Gerät muss ohne Softwareinstallation auf dem PC als Laufwerk fungieren

Gut, der Akku ist, wie bei vielen anderen Herstellern, nicht sehr brauchbar, aber das scheint ja schon Mode zu sein :)

Kurz gesagt, es ist kein Apple-Gerät es kommt aus dem bööööösen Hause Microsofts und .... ES FUNKTIONIERT!
 
von Flo
am 2. Januar 2010, 18:49 Uhr
selten so gelacht
Ich finde es ja schoen, dass es noch geld fuer solch sinnlose studien gibt.
ich habe kein i-phone (bin schwarzbeeren-suechtig) und will auch keins, muss aber doch leider zugeben, dass nur ca. die haelfte der argumente sinn machen. provider, mms, geschlossener app-store ... stimmt alles und ist fuer mich persoenlich negativ zu bewerten. was man dem i-phone allerdings hoch anrechnen muss: jeder trottel kann es bedienen (wenn er gefunden hat wo man die sim-karte einsteckt). und glaubt mir, dafuer hab ich in meinem umfeld genuegend lebende beweise.
 
von Isabelle
am 5. Januar 2010, 21:28 Uhr
AW: selten so gelacht
Ja, geht mir auch so, selten so gelacht wie über die Dummheit eines Kommentars...
 
von PWU
am 6. Januar 2010, 10:19 Uhr
Spielerei ...
... ich denke daß mit dem I-Phone und ähnlichen (hochpreisigen) Produkten nur der (angeborene?)Spieltrieb und/oder das Bestreben möglichst viele "Features" sein Eigen zu nennen befriedigt wird. Möglichst Viel und Möglichst Teuer wird dabei oft mit Sehr Wertvoll verwechselt.
Ob eine Sache ihren angestammten Zweck gut erfüllt, praktisch ist, man einzelne Features braucht oder nicht ist völlig uninteressant.
Hauptsache man HAT und kann "stolz" darauf verweisen und damit irgendwo zu einer auserwählten Gruppe dazugehören. Manchmal wird gar nicht bemerkt, daß den Leuten, die nicht dazu gehören, nach deren Ansicht gar nichts fehlt ... ;-)
 
von Klaus-Bärbel
am 10. Januar 2010, 14:21 Uhr
Was für ein Unsinn ...
wieso muss sich in dieser gesellschaft mittlerweile jeder für alles rechtfertigen???

Kann man nicht einfach irgend etwas für gut oder "habenswert" befinden und es sich zulegen, um seine bedürfnisse (egal welcher art) zu befriedigen??


Nein!
Ganz sicher poppt innerhalb kürzester Zeit irgend ein KLUGSCHEISSER hoch, um ungefragt zu verkünden, dass er sicher alles wieder besser weiss, was besseres kennt schon lange deine bedürfnisse und wünsche analysiert hat und überhaupt die umfassende Ahnung hat.
Ich bin gespant, wann zu neuen technischen Produkten neben der Bedienungsanleitung gleich ein rechtfertigungskatalog mitgeliefert wird ...
 
von Tim
am 11. Januar 2010, 17:20 Uhr
Wie war, wie war!
Tach auch,

vor einigen Wochen habe ich mir ebenfalls mal ein iPhone gekauft und war bereits kurz nach dem ersten Einschalten des Gerätes masslos enttäuscht und verärgert!
Hab das Teil - welches eher als Spielzeug zu betrachten ist - in die Ecke gefeuert und benutze nun wieder mein vorheriges Telefon (zum Telefonieren, zum Mailen, Für MMS und Video-Msgs).
Wie für viele andere (ex)User auch ist dieses "Ding" für mich zu gebrauchen, denn es fehlen die elementarsten Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten.

Zu dem Zeitpunkt an dem das iPhone hier in Deutschland offiziell erhältlich war, hatte ich bereits seit zwei Jahren ein UMTS (3G) Telefon und habe dies auch problemlos genutzt. Der 3G Netzausbau (insgesamt) war auch damals schon absolut flächendeckend und Störungsarm.
Nur weil es in den USA keine UMTS-Netze (3G) gab und auch heute nicht wirklich gibt, hat Apple das iPhone ausschliesslich für die Anforderungen des amerikanischen Marktes konzipiert.
In den USA ist EDGE/GPRS der am weitesten verbreitete Netz-Standard. Daher haben die Jungs bei Apple wohl irgendwie vergessen dass sie das Teil auch ausserhalb der USA verkaufen könnten... Ebenfalls scheinbar ihrer Aufmerksamkeit entgangen, ist die Tatsache dass der Markt jedes einzelnen Land anders aussieht, sich dementsprechend auch anders verhält und man aus diesem Grund ein Produkt erst Markt-konform gestalten muss bevor es verschleudert wird.

Die Argumente von Apple sind doch ein Witz, keinesfalls aber ernst zu nehmen!
...von wegen - "MMS benutzt doch sowieso kein Mensch..." Ich mein - gehts noch?!? Wo leben die denn??
Daher werde ich auch in Zukunft ausschliesslich Geräte kaufen, mit denen ich arbeiten kann und zumindest die aktuellen Standards erfüllt!
 
von Sinclaire
am 11. Januar 2010, 21:59 Uhr
Iphone Besitzer rechtfertigt euch!
Vorliegend geht es nicht um Rechtfertigung, sondern um die Begründung der Ursache einer Verhaltensweise, welche sicherlich nicht monokausal zu beantworten ist. Meiner Meinung nach ist es jedenfalls zu kurz gedacht, die Verbreitung eines Handys in der vorliegenden Form damit zu begründen, dass es sich bei dem IPhone um ein gutes Handy handelt.
Mit vorliegender Form meine ich die subjektiv wahrnehmbare Wirklichkeit bezüglich Apple:
1. Diskussion Microsoft - Apple (wer ist besser) Gut und Böse
2. Sag bloß keinem Iphone Besitzer, dass sein Handy (Apple-Produkt) Mängel hat
3. Prediger S. Jobs (Microsoft zieht diesbezüglich wohl zur Zeit noch etwas unbeholfen nach)...


Deinem Kommentar kann ich eines abgewinnen, und zwar, dass es um Bedürfnisse geht. Nur geht es eben nicht um das Bedürfnis, ein bestimmtes Handy zu besitzen.
 
von sshnups
am 14. Januar 2010, 20:01 Uhr
Dissonanzen
Das liegt daran, dass das Commitment bei einem solchen Kauf (Normabweichung, Entscheidungsfreiheit) sehr hoch ist und damit auch die Dissonanzen. Um Dissonanzen zu vermeiden, kann der Käufer gar nicht anders als alle Nachteile auszublenden. Das hat was mit dem Mensch sein zu tun und nicht mit dem Iphone.
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