Unter Windows spielt sich alles auf einem Desktop ab. Dabei wären mehrere virtuelle Desktops manchmal praktisch. Etwa um ein Projekt mit mehreren Fenstern und Dateien auf dem Desktop effizient bearbeiten zu können. Die Funktion gehört unter Mac OS X und vielen Linux-Distributionen zum Standard. Windows-Anwender müssen dagegen auf separate Tools zurückgreifen. ZDNet stellt drei gute vor.
Dexpot
Bei vielen offenen Fenstern wird es schnell unübersichtlich. Dexpot ermöglicht das Anlegen von bis zu 20 virtuellen Desktops und sorgt so für mehr Komfort. Die Mini-Arbeitsflächen lassen sich nach Programmgruppen ordnen, drehen sowie farblich anpassen. Sie klammern sich, wenn gewünscht, an den Desktop-Rand. Zu den weiteren Features gehören die Wahl verschiedener Hintergrundbilder und Icons, die Definition von Hotkeys sowie eine automatisierte Desktop-Slideshow. Für jede virtuelle Benutzeroberfläche hält Dexpot zahlreiche Einstellungen bereit: Unter dem Tab Desktops Konfigurieren hat der Nutzer die Möglichkeit, jedem Desktop verschiedene Namen, Auflösungen, Bildschirmschoner und Hintergrundbilder zuzuweisen oder ihn mit einem Passwort zu schützen. Zusätzlich gibt es eine Einstellungsmöglichkeit, um Anwendungen automatisch auf einem bestimmten Desktop zu starten.

Dexpot zeigt die Inhalte der vier Desktops als Thumbnail an. Man kann dazwischen umschalten wie zwischen Anwendungen.
VirtuaWin
Mit VirtuaWin können unter Windows bis zu neun virtuelle Desktops angelegt werden. Das Umschalten erfolgt über Icons in der Taskleiste.
Die Lösung ist standardmäßig sehr schlank, da sie nur Basisfunktionen enthält. Über Plug-ins lassen sich zahlreiche Zusatzfeatures realisieren, beispielsweise eine Namensvergabe für die virtuellen Desktops.
GoScreen
GoScreen ist ein Desktop-Tool für Windows, das bis zu 80 virtuelle Benutzeroberflächen schafft. Die Software ermöglicht es dem Nutzer, Anwendungen getrennt voneinander in verschiedenen Arbeitsflächen zu öffnen und per Mausklick oder Tastenkombination zwischen diesen hin und her zu schalten.
Die Auswahl des aktiven Desktops funktioniert am besten über die Bildschirmkarte - eine Art Taskleiste -, die in kleinen Abschnitten die gestarteten Programme anzeigt. Eine Alternative ist die 3D-Seitenansicht, die drei verschiedene Anzeige-Modi bereitstellt. Ein Mausklick reicht, um aus der verkleinerten Darstellung den gewünschten Desktop auszuwählen, der sich daraufhin im Vollbild in den Vordergrund hebt.
Darüber hinaus erlaubt GoScreen eine Vielzahl von Einstellungen, beispielsweise individuelle Hintergrundbilder für jede virtuelle Benutzeroberfläche. Außerdem lassen sich Tastenkürzel festlegen, um eine bestimmte Bildschirmseite zu aktivieren oder in die 3D-Ansicht zu wechseln. Ferner besteht die Möglichkeit, Anwendungen zu bestimmen, die auf allen virtuellen Desktops sichtbar sind.
Der Desktop-Manager von GoScreen unterstützt mehrere Monitore. Anwendern, die die vielen Einstellungsmöglichkeiten verwirren, steht eine ausführliche Bedienungsanleitung zur Seite - allerdings nur auf Englisch.

Der Wechsel zwischen verschiedenen Desktops erfolgt unten rechts oder über die linke Leiste. Letztere zeigt die einzelnen Applikationen des Desktops, kann aber auch ausgeblendet werden.
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Lesermeinungen zum Artikel
Nun die Antwort ist einfach: das braucht keiner!
Und wer es "braucht" (geschätzte 0,2%), verwendet die genannten Programme, die es schon seit vielen Jahren gibt.
Nur damit wir von der gleichen Sache reden - der PC / Desktop-Markt wird seit JAHRZEHNTEN von Windows dominiert, und das trotz fehlender Multi-Desktops. So viel kann MS da nicht falsch gemacht haben.
Kann es da sein, dass es Menschen gibt, die das originäre Fehlen im OS für relevant halten? Denn Apple und Linux haben es und laufen auch weiterhin unter "ferner liefen". Oder hab ich was verpasst und Ubuntu & Co feiern neuerdings fröhliche Urstände?
Wie hoch würden denn der Marktanteil von MS Windows schnellen, WENN sie Geld in das Feature stecken würden?
Aber schließlich bin ich ein regelmäßiger zdnet-Besucher, weil ich in erster Linie bespaßt werden möchte und nicht, um etwas über Produktmarketing geschweige denn Betriebswirtschaft zu lernen.
Leute: Kauft Apple! Installiert Linux! Das Leben ist bisher an Euch vorbeigegangen!
Im Gegensatz zu Dir finde ich es "informativ" und als solches sehe ich es auch. Ich verwende z.B.: den VirtualWin und bin vollauf zufrieden ..... ok damit bin ich ein Außenseiter (Webdesigner, und Programmierer).
Fazit: Ich würde mich an Deiner Stelle nicht soweit aus dem Fenster lehnen sonst könnte es u.U. einen "Vierten" Prager Fenstersturz geben........ also nix für ungut ;-)
Der springende Punkt meines Kommentars ist, dass Multi-Desktops keine Notwendigkeit sind, um über Jahrzehnte erfolgreich zu sein. Auch Sie haben eine Lösung gefunden. MS hat hier bestimmt nichts nachzuholen.
Der Gebrauch der Anführungszeichen beim Wort "informativ“ legt normalerweise den Schluss nahe, dass das Gegenteil gemeint ist - eine Form des Sarkasmus. Nur würde das Ihrer eigenen Aussage widersprechen. Und "Fazit" von was? Ihre Bemerkungen davor waren ja keine Erklärungen oder Erkenntnisse, die man noch einmal zusammenfassen müsste oder könnte, sondern eine Sammlung von Befindlichkeiten ("Ich finde" dies und "Ich finde" jenes).
Ich "lehne mich auch nicht aus dem Fenster". Denn zumindest ich kann meine Ansicht sachlich begründen und muss nichts "finden". Darüber hinaus gibt es den Begriff der "normativen Kraft des Faktischen", der einen bestimmten Umstand alleine schon aus seiner Existenz ableitet.
Und der Prager Fenstersturz respektive die Stürze waren nicht etwa selbstverschuldet, wie Ihre Bemerkung nahelegt. Das waren vorsätzliche Morde an Andersdenkenden – respektive Lynchjustiz.
Sie haben da eine wirklich interessante Denkweise.
Sollte das hier nun eine überaus subtile Drohung sein oder ist es einfach nur der missglückte Versuch, Befindlichkeiten im Umgang mit Computern und einer gefühlten Zugehörigkeit zu einer 2-Promille-Gruppe mit falschverstandenem Geschichtswissen plus kreativer Interpunktion aufzuwerten?????????????
Keine Ahnung! Aber ich überzeugt, dass Sie sicherlich etwas ganz Raffiniertes sagen wollten, dessen Wortgewalt mich in die Schranken meines beschränkten Windows-Mono-Desktop-Seins verweisen sollte.
Zumindest stimmen wir bezüglich Ihrer eigenen Einschätzung als Außenseiter überein.
danke.
Ich nutze beide Produkte jeden Tag... Apple ist nicht das beste ... und Windows ist längst weiter...
@Zenzi: Hier geht es weniger um exakte Statistiken sondern eher darum eine Vorstellung von Zahlen zu haben. Die breite PC-Nutzerschaft, nehmen wir mal 10.000.000 an hat vielleicht eine kleine eingeschworene VD-Gemeinde von etwa 20.000. Das scheint mir plausibel. Und schon kommt man auf die 0,2 %. Das dürfte von der Größenordnung her dann etwa auch auf die Anzahl von Porschefahrern, Golfspielern, etc. zutreffen. Alles schön und toll aber wirklich brauchen tut es niemand... Was der bekannte "Prager Fenstersturz in Deinem Beitrag verloren hat ist mir nicht verständlich. Schuster bleib bei Deinen Leisten fällt mir da nur ein!
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