HP Envy 14 Spectre: Notebook mit Deckel aus Gorillaglas

Hersteller: HP
Listenpreis: 1399 Euro
Fazit:

HP hat mit dem Envy 14 Spectre ein flaches Notebook konstruiert, dass sich durch die verwendeten Materialien deutlich von der Konkurrenz abhebt. Tatsächlich hinterlässt das stabile Glas einen sehr edlen Eindruck. Allerdings ist das Gerät schwerer, dicker und teuerer als viele Ultrabook-Konkurrenten.

Pro
  • Glas-Optik unterscheidet sich deutlich von anderen Geräten
  • praktische Lautstärkeregelung
Contra
  • teuer
  • nur durchschnittliche Performance
  • größer und schwerer als andere Ultrabooks
  • schlechtes Trackpad
  • beide USB-Anschlüsse links
  • spiegelndes Display
GUT
7,0
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
7 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
7 Punkte
Design:
8 Punkte
Performance:
7 Punkte
Preis-Leistung:
6 Punkte

Testbericht HP Envy 14 Spectre

Neben dem Display sind auch Handballenauflage und Deckel des 1399 Euro teuren Geräts aus dem kratzfesten Glas gefertigt. ZDNet hat den 14-Zöller mit 1600 mal 900 Pixeln, 1,6-GHz-Prozessor vom Typ Core i5 und 128-GByte-SSD getestet.

Kunststoff, Alu, Magnesium oder sogar Bambus - OEMs haben sich für Notebookchassis in den letzten Jahren einiges einfallen lassen. Mit dem auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellten Envy 14 Spectre setzt Hewlett-Packard noch eins drauf: Nicht nur das Display ist aus dem als besonders stabil geltenden Gorillaglas gefertigt, sondern auch der Deckel und die Handballenauflage.

Design

Zwar geht das Envy 14 Spectre als Ultrabook durch, aufgrund der 2 Zentimeter Bauhöhe und des Gewichts von 1,83 Kilo erinnert es aber eher an ein Subnotebook. Zum Vergleich: Das Asus UX31 misst maximal 1,7 Zentimeter und wiegt 1,35 Kilo.

Mit dem glänzenden, schwarzen Deckel sticht das Spectre aus der Masse der Notebooks heraus. Gorillaglas ist resistent gegen Kratzer und bruchsicher - wenn man es nicht übertreibt. Aber diese Einschränkung gilt für fast alle Materialien. Im Test zeigt sich, dass Herumstochern und -kratzen dem Glas tatsächlich wenig anhaben kann.

Der schwarze Deckel ist nicht flexibel und erinnert ein wenig an Apples iPhone 4 und iPhone 4S. Beide sind ebenfalls aus dunklem, stabilem Glas gefertigt. Die Unterseite des Envy Spectre istjedoch aus Kunststoff.

Auch die Handballenauflage des Envy Spectre besteht aus Gorillaglas, was ihr einen eleganten Glanz verleiht. Aber irgendwie hat man dennoch den Eindruck, dass HP hier etwas übers Ziel hinausgeschossen ist. Metall hätte es auch getan.

Insgesamt ist das Notebook eine willkommene Abwechslung zum Design anderer Ultrabooks. Zu beklagen ist allerdings, dass die Glaselemente das Gerät doch deutlich schwerer und machen als die Konkurrenten. Wenig Gewicht war aber die Grundidee bei der Entwicklung von Ultrabooks. Bei Spectre steht eher das Design als die Portabilität im Vordergrund.

Tastatur

HP setzt beim Envy 14 Spectre auf eine Chiclet-Tastatur, das heißt die schwarzen Tasten haben kleine Zwischenräume. Im Test erweist sich das Keyboard als komfortabel - auch bei längerem Tippen. Das Tastenfeld hat ein großzügiges Layout.

Erfreulicherweise verfügt die Tastatur über eine Hintergrundbeleuchtung, was die Nutzung des Geräts bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtert. Clever: Ein Näherungssensor sorgt dafür, dass die Beleuchtung gedimmt wird, wenn man seine Hände nicht auf der Tastatur hat. Im Test funktioniert das ohne Probleme.

Das Touchpad hat eine ordentliche Größe. Es unterstützt Multitouch-Gesten wie Zwei-Finger-Scrollen und Zoomen. Im Test zeigt das Touchpad ein gutes Antwortverhalten, allerdings sind die Buttons sehr fest, was das Klicken unnötigerweise ein wenig unkomfortabel macht.

Audio

Wie die meisten Premium-Notebooks von HP hat ein Beats-Audio-zertifiziertes Audio-System an Bord. Für die Lautstärkeregelung integriert der Hersteller ein analoges Drehrad - recht ungewöhnlich, aber praktisch. Es wird deutlich: Musik spielt beim Envy 14 Spectre eine wichtige Rolle.

Trotz des Beats-Brandings klingen die Lautsprecher nicht besonders voluminös. Zum Ansehen von TV-Shows reicht es aber aus. Wenn man seine Musiksammlung anhören möchte, sollte man aber eher zu einem Kopfhörer greifen.

Display

Der 14-Zoll-Screen des Spectre löst 1600 mal 900 Pixel auf. Diese Auflösung hat auch das Asus Zenbook UX31 - allerdings bei nur 13,3 Zoll Diagonale. Beide liegen damit weit über dem Durchschnitt. Selbst 15,6-Zöller kommen nicht selten mit nur 1366 mal 768 Pixel. Mit der in den Rahmen integrierten Webcam lassen sich Videos in 720p aufnehmen.

Das Display ist hell und zeigt lebhafte Farben. Videos oder Youtube-Clips können sich darauf sehen lassen. Die Scheibe aus Gorillaglas über dem Panel ist über den schmalen Rahmen hinaus bis zu den Kanten gezogen, was schick aussieht. Der Screen ist aber nicht entspiegelt, das heißt störende Reflexionen sind an der Tagesordnung.

Der Rahmen um das Display ist sehr schmal. Daher konnte der 14-Zoll-Screen laut HP in einem Chassis untergebracht werden, wie es normalerweise für Geräte mit 13,3 Bildschirmdiagonale benötigt wird. Tatsächlich hat das Envy etwa die selbe Grundfläche wie ein 13,3-Zoll-Macbook-Air. Das Apple-Ultrabook ist aber dünner und leichter.

Schnittstellen

Alle Schnittstellen sind auf der linken Seite des Envy Spectre untergebracht. Dort finden sich ein Kopfhörerausgang, ein USB-2.0- und ein USB-3.0-Port und Gigabit-Ethernet. Externe Displays können per HDMI und Mini-Displayport angebunden werden. Eine der USB-Schnittstellen würde man sich auf den rechten Seite wünschen.

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