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Anti-Theft-Apps für Android: keine echten Hürden für Diebe

Anti-Theft-Programme sollen ein Handy nach einem Diebstahl unbrauchbar machen. Doch ein ZDNet-Test zeigt Mängel auf: Hintertüren werden nicht geschlossen und gelöschte Daten lassen sich mit einem Undelete-Tool wiederherstellen.

Wer auf sein Smartphone nicht aufpasst, riskiert schnell, Opfer eines Diebstahls zu werden. Insbesondere hochpreisige Geräte sind bei Langfingern beliebt. Meist geht es den Dieben nur um die Hardware. Sie entfernen so schnell wie möglich die SIM-Karte und setzen das Gerät auf den Werkszustand zurück.

Doch immer mehr Diebe haben es auch auf die Daten abgesehen. Das gilt nicht nur für Mitarbeiter von Firmen, die über ihr Smartphone Zugang zu sensiblen Informationen haben, sondern auch für Privatleute.

Auf einem Smartphone sammeln sich nämlich typischerweise weitaus mehr sensitive Daten an, als nur E-Mails, Kontakte und Fotos. Zu nennen sind in erster Linie gespeicherte Passwörter für Websites. Ein Dieb kann sie nutzen, um sich einzuloggen und möglicherweise kostenpflichtige Aktionen durchführen. Der finanzielle Schaden kann dabei hoch ausfallen.

Interessant sind vor allem auch gespeicherte Kontakte mit Adresse und Geburtsdatum. Wer diese Daten hat, kann falsche Identitäten nutzen, um in Webshops einzukaufen. Als Lieferadresse wird dabei häufig eine Packstation verwendet, die jemand angemietet hat, der inzwischen in einem Land außerhalb der EU lebt.

Oft findet man auf einem Smartphone auch Dateien mit Passwörtern und PINs. Meist handelt es sich um einfache Textdateien, die unverschlüsselt auf der SD-Karte abgelegt wurden. Das ist besonders gefährlich, wenn das Smartphone zusammen mit Kredit- und EC-Karte entwendet wurde.

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