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Google Nexus S von Samsung mit NFC und Gingerbread im Test

Hersteller: Google
Listenpreis: steht noch nicht fest (in UK 549 Pfund, umgerechnet ca. 650 Euro)
Fazit:

Das von Samsung hergestellte Google Nexus S sammelt Punkte aufgrund seines schlanken Äußeren, des tollen Displays und der extrem flotten Reaktionen. Android-Puristen freuen sich darüber hinaus über das nicht angepasste User-Interface, die nagelneue Gingerbread-Version von Android und die hohe Wahrscheinlichkeit, in Zukunft wohl zu den ersten zu gehören, die neue Updates bekommen. Allerdings sind die Neuerungen und Verbesserungen längst nicht so gravierend, wie erhofft.

Pro
  • schlank und leicht
  • brillantes Display
  • aktuellste Android-Version mit hervorrangender Update-Politik
  • unverbasteltes Android
  • sehr schnell
Contra
  • wirkt etwas zerbrechlich
  • kein microSD-Speicherkartenslot
  • kaum Neuerungen am User-Interface
  • technische Ausstattung liegt unter den Erwartungen
  • keine Status-LED
SEHR GUT
8,3
von 10 Punkten
Ausstattung:
8 Punkte
Design:
9 Punkte
Leistung:
8 Punkte

Testbericht Google (Samsung) Nexus S

Der Startschuss für den Verkauf ist gefallen - zumindest in den USA. Nach Deutschland soll das Google-Handy mit Super-AMOLED-Display, konkavem Bildschirm, NFC und Gingerbread im Februar kommen. ZDNet hat das Nexus S bereits getestet.

Im Januar dieses Jahres hat Google das Nexus One vorgestellt - ein Smartphone, das die volle Leistung des hauseigenen Android-Betriebssystems aufzeigt. Teilweise revolutionär und auf jeden Fall ein Vorreiter für alle anderen Handys, die seit dem auf die Google-Plattform setzen, und das erste Smartphone mit der damals neuen Betriebssystem-Version 2.1. Und das erste Gerät überhaupt, das ausschließlich bei Google selbst und ohne jegliche SIM- oder Netzsperren zu bekommen war. Vielleicht war das Nexus One deshalb von den tatsächlichen Verkaufszahlen her eher ein Flop. Dazu kommt sicherlich, dass HTC kurz nach der Vorstellung des Google-Handys ein fast baugleiches Modell unter dem Namen Desire auf den Markt gebracht hat. Mit klassischer Vertriebsstruktur und Lieferproblemen aufgrund des fast schon überraschenden Verkaufserfolgs.

Auch aufgrund der schleppenden Nexus-Abverkäufe schien lange Zeit festzustehen, dass es bei einem einmaligen Versuch seitens Google bleiben würde. Bis vor wenigen Monaten die Gerüchteküche zu brodeln begann. Das Nexus One soll einen Nachfolger bekommen, dieses Mal von Samsung gebaut. Und tatsächlich: Inzwischen ist das Gerät in amerikanischen Best-Buy-Märkten zu haben. Wieder ohne jede Sperre, auf Wunsch vergünstigt mit T-Mobile-Vertrag. Und wieder mit einer nagelneuen Android-Version, dieses Mal 2.3 alias Gingerbread, mit dem Standard-Interface von Android und keiner Anpassung durch den Hardwarehersteller wie Sense von HTC oder TouchWIZ von Samsung. Mit vollem Zugriff auf alle Funktionen, die Android ermöglicht, ohne jegliche Einschränkungen durch die Provider - darunter IP-Telefonie oder die Freigabe der Internet-Verbindung via WLAN. Damit ist das Gerät perfekt geeignet für Programmierer und Puristen.

Unterm Strich ist das Nexus S ein tolles Gerät, aber es überwältigt nicht wirklich. Es bietet zwar viele tolle Funktionen und Ausstattungsmerkmale, darunter auch revolutionäre Punkte wie NFC oder das Gyroskop. Beides gibt es zwar schon bei anderen Handys, aber noch nicht in Kombination. Ein leicht fader Beigeschmack bleibt vor allem deswegen, weil man einfach noch deutlich mehr erwartet hat - wie einen Dual-Core-Prozessor oder die Unterstützung des Funkstandards HSPA+. Außerdem handelt es sich hier wahrscheinlich um das erste Android-Smartphone ohne microSD-Speicherkartenslot.

In den USA kostet das Nexus S 529 Dollar - das entspricht etwa 400 Euro. Steht zu befürchten, dass sich der Preis für das deutsche Modell ohne Vertrag eher an England orientieren wird, wo das Gerät ebenfalls dieser Tage in den Handel kommt. Dort sind es 549 Pfund - und damit über 600 Euro.

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