Gehäuse unverändert, Basis renoviert: 27-Zoll-iMac im Test

Hersteller: Apple
Listenpreis: 1499 Euro
Fazit:

Der aktualisierte iMac mit 27-Zoll-SIPS-Display und einer Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln ist zweifellos eine imposante Erscheinung. Das Äußere hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert, dafür verwendet Apple jetzt Prozessoren mit Nehalem-Technik. Einziger Wermutstropfen ist das stark spiegelnde Display.

Pro
  • dank SIPS-Display hoher Betrachtungswinkel
  • sehr gute Darstellungsqualität
  • hohe Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkten
Contra
  • stark spiegelnder Bildschirm
  • keine Blu-ray-Option
  • kein USB 3.0
SEHR GUT
8,3
von 10 Punkten
Ausstattung:
9 Punkte
Design:
9 Punkte
Performance:
9 Punkte
Service und Support:
6 Punkte

Testbericht Apple iMac 27 Zoll (Sommer 2010, Mac-F2238BAE, 11,3 )

Anders als zur Vorstellung des ersten 27-Zoll-iMac kommt es mit dem aktuellen Modell bei der Installation von Windows 7 64 Bit zu keinen Problemen. Allerdings sollte man nach dem Setup die Grafiktreiber erneuern.

Will man ATI Stream nutzen, etwa für eine hardwarebeschleunigte Videokodierung, muss man zusätzlich das Avivo-Paket manuell installieren. Allerdings bedarf es zusätzlich einer kleinen List, da das Standard-Setup die Stream-Technik nur bei Desktop-GPUs aktiviert. Anstatt des Setup-Programms muss man avivo64.msi aus dem Verzeichnis C:\ATI\Support\10-7_vista_win7_32-64_xcode\Packages\Apps\AVIVO64 aufrufen. Nach der Installation steht ATI Stream für Applikationen zur Verfügung. Cyberlink MediaShow Espresso wandelt mit GPU-Beschleunigung ein Testvideo in 25 Sekunden um, während die CPU dafür 43 Sekunden benötigt. Der Aufwand lohnt sich also.

Die Benchmarks zeigen die Stärken des neuen iMac mit Intel-Plattform eindeutig. Anwendungen, die für Mehrkernprozessoren optimiert sind, profitieren vom Hyperthreading der Core-i-Chips. Zudem erledigt die Grafikkarte viele Aufgaben deutlich schneller als die im Vorgängermodell verwendeten Variante. Ebenso beeindruckt das Speicherinterface: Dank des integrierten Controllers und der etwas schnelleren Speichertaktung kann der neue iMac den alten teils beträchtlich abhängen. Zudem ist die Festplattenleistung deutlich höher als beim Vorgängermodell. Das dürfte zum einen an der neuen Western-Digital-Modell liegen aber auch daran, dass der Festplattencontroller des Intel-Chipsatzes effizienter zu Werke geht als die Nvidia-Lösung im iMac (2009). Die Leistungsaufnahme des neuen iMacs liegt mit 139 Watt im Ruhemodus etwas niedriger als beim bisherigen Modell (143 Watt). Allerdings benötigt das neue Modell unter voller CPU-Belastung mit 192 Watt geringfügig mehr Energie als der Vorgänger mit 185 Watt.

Fazit

Apples neuer iMac sieht dem Vorgängermodell zwar zum Verwechseln ähnlich, doch beim Innenleben hat sich einiges getan. Der All-in-One-PC bietet dank Hyperthreading-Prozessor insbesondere bei Multitasking-Anwendungen deutlich mehr Leistung. Zudem sorgt der aktuelle ATI-Grafikchip im 3D-Bereich für mehr Leistung. Auch Speicher- und Festplattenlesitung sind besser geworden. Anwender, die aufgrund störender störender Spiegelungen ein mattes Display bevorzugen, scheidet das Apple-Gerät allerdings aus. Bis auf einige Notebooks verbaut der Hersteller nur noch Glare-Displays in seinen Geräten. Ebenso müssen Kunden auf Technologien wie USB 3.0 und Blu-ray verzichten.

Alt gegen neu: iMac-Modelle im Überblick

Modell iMac 21,5 Zoll 2009 iMac 21,5 Zoll 2010 iMac 27 Zoll 2009 iMac 27 Zoll 2010
Prozessor Core 2 Duo 3,06 GHz Core i3 3,06 GHz Core 2 Duo 3,06 GHz Core i3 3,2 GHz
Arbeitsspeicher 4 GByte/1066 4 GByte/1333 4 GByte/1066 4 GByte/1333
Grafik Nvidia Geforce 9400M ATI Radeon HD 4670 ATI Radeon HD 4670 ATI Radeon HD 5670
Auflösung 1920 mal 1080 Pixeln 1920 mal 1080 Pixeln 2560 mal 1440 Pixeln 2560 mal 1440 Pixeln
Festplatte 500 GByte 500 GByte 1000 GByte 1000 GByte
Preis 1099 Euro 1199 Euro 1499 Euro 1699 Euro

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