Test: Blackberry Enterprise Server 5.0 für Exchange

Hersteller: RIM
Listenpreis: 0 Euro
Fazit:

BES 5.0 ist die bislang beste Ausgabe des Blackberry Enterprise Server. RIM hat viel getan, um die Administration zu vereinfachen und den Benutzern zusätzliche Dienste zu bieten.

Pro
  • reibungsloses Upgraden von früheren Versionen
  • Web-basierte Administrationsoberfläche
  • stark erweitertes Richtlinienpaket
  • VPN-loser Fernzugriff auf Dateien
Contra
  • koexistiert nicht problemlos mit Microsofts Web-Server IIS
  • für die Arbeit mit BES 5.0 ist ein Windows-PC mit Internet Explorer erforderlich
SEHR GUT
8,3
von 10 Punkten
Ausstattung:
8 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
8 Punkte
Leistung:
9 Punkte

Testbericht Blackberry Enterprise Server 5.0 für Exchange

RIMs Erfolg basiert nicht allein auf Smartphones. Ohne den Blackberry Enterprise Server wäre die Erfolgsgeschichte der Lösung für geschäftliche Mobilität kaum denkbar. ZDNet hat die Version 5.0 der Unternehmenssoftware getestet.

Der Blackberry Enterprise Server bildet den Kern vieler Firmennetzwerke, in kleinen bis hin zu den größten Unternehmen, und routet E-Mails und Daten sicher von beziehungsweise zu Blackberry-Geräten. Ferner stellt er Push-Mail bereit, hostet Anwendungen und routet Sprachdatenverkehr.

BES 5.0 ist ein großes Upgrade von RIMs Push-Server gegenüber der vorigen Ausgabe, denn hier ändert sich die Art und Weise, in der Administratoren mit BES arbeiten, und er bietet neue Funktionen für die neuesten Blackberry-Geräte. Bisherige BES-Systeme waren Windows-Anwendungen mit einem umfangreichen Java-Backend. Dieses Java-Backend ist immer noch da, aber mit einer vollständig neuen Architektur, um in Hochverfügbarkeitsclustern zu funktionieren. Die Windows-Administrationstools sind dagegen nicht mehr verfügbar, sie wurden durch ein Web-basiertes Administrations-Frontend ersetzt. Derzeit bietet RIM BES-Versionen für Exchange, GroupWise und Notes an. Getestet wurde die Exchange-Version in Verbindung mit einem Exchange-2007-System.

BES zu aktualisieren war früher mit viel Aufwand verbunden. Die Geräte mussten neu autorisiert werden, was bedeutete, für jeden Benutzer einzeln die Geräte zu aktivieren. So konnte beim Upgrade einer großen BES-Installation noch tagelange zusätzliche Arbeit hinzukommen. Das Upgrade von BES 4.x auf 5.0 funktioniert reibungslos und ist mit minimaler Ausfallzeit verbunden. Es muss nichts neu aktiviert werden, und die Benutzer behalten ihre bestehenden Konten nebst allen E-Mails, Kontakten und Terminplanern. Ferner können Benutzer auch unterbrechungsfrei zwischen Servern verschoben werden; während eines RIM-internen Beta-Tests wurden Benutzer von BES 4.6 zu BES 5.0 migriert, ohne dass sie etwas davon bemerkten.

Es gibt kaum einen Unterschied zwischen einer Neuinstallation und einem Upgrade. Während des Upgradevorgangs werden vorhandene BES-Datenbanken zum neuen BES-5.0-Schema migriert. Die Software verfügt über eine Backup- und Rollback-Option, so dass man zur vorigen Version zurückkehren kann, ohne Konfigurations- oder Benutzerdaten zu verlieren, falls beim Upgraden etwas schiefgeht. Wer schon eine frühere Version von BES installiert hat, wird mit RIMs Installationsprogramm vertraut sein. Nach wie vor überprüft die Software, ob die Voraussetzungen zur Installation gegeben sind. Dabei liefert sie mehr Details darüber, welche Konten Berechtigungen erfordern.

Man muss auch weiterhin die neueste Ausgabe von Microsofts CDO-Komponenten herunterladen und installieren, wenn man BES mit Exchange verwendet. Die eigentliche Installation geht ziemlich schnell mit einem einzigen Neustart, so dass das Upgrade für die Benutzer mit minimaler Ausfallzeit verbunden ist.

Screenshot BES 5.0
BES 5.0 prüft vor der Installation, ob erforderliche Software vorhanden ist. Es installiert die meiste notwendige Software selbst – allerdings muss man die Exchange-API-Komponenten eigenhändig herunterladen und installieren (Bild: CBS Interactive).

Zum Anmelden kann der Authentifizierungsdienst vom BES oder von Microsofts Active Directory verwendet werden. Letzteres ist empfehlenswerter, da dies den Selbstbedienungszugang für Benutzer vereinfacht. Man kann auch mit beiden Authentifizierungssystemen gleichzeitig arbeiten, den Administratorenzugang sperren und den Zugang für Endbenutzer offen halten, doch ist das keine praktische Strategie für große Installationen.

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