Immer in Verbindung bleiben: Multimessenger für Blackberry

(http://www.zdnet.de/magazin/41533487/immer-in-verbindung-bleiben-multimessenger-fuer-blackberry.htm)

von Moritz Jäger, 17. Juni 2010

Die Kommunikation über mobile Instant Messenger ist günstiger als per SMS, und man bekommt im optimalen Fall Antworten ohne Zeitverzögerung. ZDNet stellt die besten Tools für Blackberry-Smartphones vor.

Blackberry-Smartphones bringen zwar mit dem Blackberry Messenger eine eigene Instant Messaging-Lösung mit[1], sie hat allerdings einen Nachteil: Das Gegenüber muss ebenfalls den Blackberry Messenger nutzten. Ist dies nicht der Fall, kommt ein Chat nicht zustande. Andere IM-Systeme, etwa ICQ, Skype, MSN, Google Talk, Facebook, MySpace, AIM oder der Yahoo Messenger können mit deutlich mehr Nutzern aufwarten, sie lassen sich zudem auch vom PC oder Mac nutzen. Ein Vorteil der spezialisierten Clients ist, dass sie sich oftmals tief in das Blackberry-System integrieren - so lassen sich beispielsweise bei einem installierten Facebook-Client Bilder direkt vom Handy in das soziale Netzwerk hochladen.

Es ist allerdings kein Problem, mit dem Blackberry zu all diesen Systemen verbunden zu bleiben. Nutzer haben dabei zwei Möglichkeiten: Entweder installiert man die jeweiligen Messenger-Clients der einzelnen Netzwerke, oder man bedient sich eines Multi-Protokoll-Messengers. Letztere können sich mit verschiedenen Chat-Systemen verbinden und IM-IDs von Freunden oder Kollegen unter einer gemeinsamen Oberfläche verwalten.

Der Vorteil der Blackberry-Plattform ist die Multitasking-Fähigkeit: Der Instant-Messaging-Client muss dabei nicht ständig im Vordergrund bleiben. Auch wenn eine andere Applikation aktiv ist, können Nachrichten empfangen werden. Die folgenden Messenger bieten weitere Vorteile, so wurde etwa bei deren Programmierung darauf geachtet sparsam mit den Stromressourcen umzugehen.

Screenshot Blackberry Add World
In der App World stehen zahlreiche IM-Apps zum Download zur Verfügung. Einige sind dabei auf bestimmte Netzwerke spezialisiert, andere können sich mit mehreren Chat-Systemen verbinden.

Nimbuzz ist der Klassiker unter den Multi-Protokoll-Messengern und zudem kostenlos. Nach dem Download muss man sich mit einem Nimbuzz-Namen anmelden. Als praktisch erweist sich, dass es von Nimbuzz nicht nur einen mobilen Client gibt, sondern auch Installationspakete für Windows und den Mac sowie einen webbasierten Client.

Anders als Nimbuzz wird Beejive IM direkt auf dem Smartphone konfiguriert. Nach der Installation öffnet sich allerdings zunächst der Lizenzdialog. Für die ersten Tests kann man mit der Trial-Lizenz starten, wer das Tool dauerhaft nutzen will, muss 9,99 Dollar (etwa 8,10 Euro) für die Vollversion ausgeben. Die App wird dann an die einmalige PIN des Blackberry gekoppelt. Beejive IM kann 30 Tage lang kostenlos ausprobiert werden.

Der IM Plus All-in-One-Messenger ist mit 36,99 Euro mit Abstand die teuerste Applikation für Instant Messaging auf dem Blackberry. Dafür bietet die Software Features, die sonst auf dem Smartphone nicht möglich sind. Dazu gehört, dass sich IM Plus nicht nur mit dem Chat-Netzwerk von Skype verbinden kann, es sind sogar Gruppen-Chats möglich. Auf VoIP per Skype muss der Nutzer dennoch verzichten. Das liegt aber an Beschränkungen des Blackberry-OS. Vor dem Kauf kann die Applikation sieben Tage lang kostenlos getestet werden. Alternativ steht in der App World noch eine werbefinanzierte Lite-Version zum Download bereit.

Zur Installation: Alle hier vorgestellten Applikationen sind in der Blackberry App World hinterlegt. Alternativ lassen sie sich über die Homepage des Herstellers herunterladen und auf dem jeweiligen Smartphone installieren.

Nimbuzz ist der Klassiker unter den Multi-Protokoll-Messengern und zudem kostenlos. Nach dem Download muss man sich mit einem Nimbuzz-Namen anmelden. Als praktisch erweist sich, dass es von Nimbuzz nicht nur einen mobilen Client gibt, sondern auch Installationspakete für Windows und den Mac sowie einen webbasierten Client.

BeeJive Screenshot
Die mobile Applikation kann sich mit der Desktop- oder Web-App synchronisieren. Zudem ist Nimbuzz kostenlos.

Über diese Clients kann man sehr komfortabel neue Konten anlegen oder zusätzliche Kontakte hinzufügen. Die Einstellungen werden anschließend sofort auf den mobilen Client übertragen und mit diesem synchronisiert. Neben den großen Chat-Netzwerken wie ICQ, Google Talk oder Yahoo unterstützt Nimbuzz auch seltenere Netzwerke wie Gadu-Gadu oder Hyves.

Die Nutzung von Nimbuzz ist einfach. Per Klick auf einen Kontakt startet man den Chat mit der gewünschten Person. Vom Blackberry aus unterstützt die App aber keine Übertragung von Dateien. Es ist auch nicht möglich, eine Gruppenkonversation einzuleiten.

Der größte Vorteil von Nimbuzz ist, dass die Applikation komplett kostenlos heruntergeladen und genutzt werden kann.

Weitere Features:

Fazit

Nimbuzz ist ein vielseitiger Chat-Client, der sich mit zahlreichen Instant-Messaging-Netzwerken verbinden kann. Auf dem Blackberry werden allerdings die VoIP-Funktionen nicht unterstützt.

Zum Download[2]Beejive IM lässt sich direkt auf dem Smartphone konfigurieren. Nach der Installation öffnet sich allerdings zunächst der Lizenzdialog. Für die ersten Tests kann man mit der Trial-Lizenz starten, wer das Tool dauerhaft nutzen will, muss 9,99 Dollar (etwa 8,10 Euro) für die Vollversion ausgeben. Die App wird dann an die einmalige PIN des Blackberry gekoppelt. Beejive IM kann 30 Tage lang kostenlos ausprobiert werden.

Beejive Screenshot
Beejive IM: Bei der kostenpflichtigen App werden die Daten direkt auf dem Smartphone eingetragen. Sie erlaubt auch das Übertragen von Dateien zwischen Gesprächspartnern.

Direkt vom Gerät aus kann man sich dann in die Netzwerke einwählen. Der mobile Messenger unterstützt zwar deutlich weniger Netzwerke als Nimbuzz, enthalten sind aber die wichtigen IM-Systeme von AIM, Facebook, Google Talk, ICQ, Jabber, Windows Live Messenger, MySpace und Yahoo. Nach der Installation kann man sich direkt vom Gerät aus in die Netzwerke einwählen. Beim Verlassen des Programms speichert BeeJive die Einstellungen.

Der Vorteil von Beejive IM ist, dass sich nicht nur Konversationen führen lassen, die App kann auch Dateien an die Kontakte übertragen. Ebenfalls praktisch: Auf Wunsch teilt Beejive IM dem gegenüber die aktuelle GPS-Position mit, der Gesprächspartner kann diese dann zur Navigation nutzen.

Weitere Features:

Fazit

Beejive IM bietet zahlreiche nützliche Funktionen, etwa die Übertragung von Daten. In den Kontakten werden Benutzerbilder angezeigt und der Messenger läuft schnell sowie stabil.

Zum Download[3] Der IM Plus All-in-One-Messenger ist mit 36,99 Euro mit Abstand die teuerste Applikation für Instant Messaging auf dem Blackberry. Dafür bietet die Software Features, die sonst auf dem Smartphone nicht möglich sind. Dazu gehört, dass sich IM Plus nicht nur mit dem Chat-Netzwerk von Skype verbinden kann, es sind sogar Gruppen-Chats möglich. Auf VoIP per Skype muss der Nutzer dennoch verzichten. Das liegt aber an Beschränkungen des Blackberry-OS. Vor dem Kauf kann die Applikation sieben Tage lang kostenlos getestet werden. Alternativ steht in der App World noch eine werbefinanzierte Lite-Version zum Download bereit.

BeeJive Screenshot
IM Plus: Der teuerste Messenger im Test bietet zusätzliche Komfortfunktionen wie einen SMS-Dienst oder die Möglichkeit, mehrere Teilnehmer in einen Gruppenchat einzuladen.

Nach der Sprachauswahl findet die App den schnellsten Server, anschließend werden die ersten Konten konfiguriert. Die Auswahl ist dabei auf bekannte Dienste beschränkt. Alerdings kann IM Plus auch Twitter-Accounts mit Updates versorgen.

Zusätzlich zu den Textnachrichten lassen sich Bilder an die Kontakte verschicken. In der aktuellen Version 8.4.2 ist zudem erstmals eine Spracherkennung integriert, mit der Nutzer neue Einträge diktieren statt schreiben können - derzeit funktioniert diese allerdings nur auf Englisch, andere Sprachen sollen folgen.

Weitere Features:

Fazit

Die Applikation ist teuer, doch der Nutzer bekommt ein umfangreiches Paket. Im Preis enthalten ist ein lebenslanger Update-Service. Außerdem versprechen die Entwickler, dass sie die Anwendung beim Gerätewechsel schnell und unbürokratisch für die neue PIN lizenzieren.

Zum Download[4] Auf den ersten Blick scheint es unverständlich, warum so viele Nutzer noch immer auf SMS statt auf Instant Messaging setzen. Neben dem Blackberry gibt es für nahezu alle aktuellen Smartphones passende Clients - die kritische Masse an Nutzern wäre längst erreicht. Zudem sind SMS mit 19 Cent pro Stück nicht gerade günstig.

Andererseits kann man bei SMS nahezu immer sichergehen, dass die Nachricht das Gegenüber auch auf dem mobilen Gerät erreicht. Selbst wenn das Handy des Empfängers offline ist, wird die Nachricht zugestellt - zumindest dann, wenn wieder eine Netzverbindung besteht. Ein weiterer Grund, der gegen Messenger spricht, ist der erhöhte Stromverbrauch. Die Netzwerkverbindung belastet die Akkus deutlich. Der IM Plus All-In-One Instant Messenger nutzt dazu eine recht clevere Lösung. Die Verbindung ruht so lange, bis eine neue Chat-Anfrage eingeht. Dann wird diese über eine Push-Notifikation an das Endgerät weitergeleitet und die Verbindung aufgebaut.

Wer auf dem Smartphone Instant Messaging betreiben will, ist zu Beginn mit Nimbuzz gut beraten. Die anderen Messenger unterstützen nicht unbedingt mehr Clients, bringen aber zusätzliche Features wie Datentransfer oder Funktionen, um die Batterielaufzeit zu verlängern.

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[1] = http://www.zdnet.de/mobiles_arbeiten_mit_handheld_pda_handy_smartphone_blackberry_messenger_macht_im_businesstauglich_story-20000103-41533093-1.htm
[2] = http://www.zdnet.de/mobile_anwendung_nimbuzz_im_fuer_blackberry_download-39002345-503559-1.htm
[3] = http://www.zdnet.de/mobile_anwendung_beejive_im_fuer_blackberry_download-39002345-503566-1.htm
[4] = http://www.zdnet.de/mobile_anwendung_im__all_in_one_messenger_fuer_blackberry_download-39002345-503570-1.htm