Bei Remote-Desktop-Tools geht es nicht nur um Features. Entscheidend ist häufig, ob eine Lösung mit dem eigenen NAT-Router zurechtkommt. ZDNet stellt vier Programme vor, die den verschiedenen Anforderungen gerecht werden.
Wer von unterwegs auf den Desktop seines Windows-Rechners zugreifen möchte, benötigt oft ein Zusatzprogramm. Mit den Remote Desktop Services bietet Microsoft zwar eine gute Lösung, jedoch hat die Lizenzabteilung entschieden, dieses Features nur in den Versionen Professional, Business, Enterprise und Ultimate anzubieten.
Als offener Standard hat sich das Protokoll VNC durchgesetzt. Die meisten Lösungen basieren auf diesem Protokoll. Allerdings unterscheiden sich die Fernverwaltungstools in ihren Features erheblich.
Wer keine Möglichkeit hat, den NAT-Router selbst zu konfigurieren, muss ein Tool wählen, das einen Vermittlungsdienst bietet, damit ein Zugang von außen möglich ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der entfernte Rechner per UMTS am Netz hängt und vom Provider eine private IP-Adresse zugeteilt bekommen hat.
Neben dem Zugriff auf den Desktop eines fremden Rechners bieten viele Programme Zusatzfunktionen. Nahezu alle Lösungen beherrschen die Übertragung von Dateien. Manche Programme besitzen VPN-Funktionalität und gewähren Zugang über ein virtuelles IP-Interface. Das erlaubt den Zugriff auf alle Netzwerkdienste, so als ob er in eigenen LAN steht.
Wer unterwegs nicht sicherstellen kann, dass eine bestimmte Client-Software auf seinem Rechner installiert ist, weil er häufig aus Internet-Cafés arbeitet, kann eine Fernverwaltung einsetzen, die nur einen Browser als Client benötigt. Soll der heimische Rechner nicht dauernd eingeschaltet bleiben, ist eine Wake-on-LAN-Unterstützung sinnvoll.
Das für Privatanwender kostenlose Programm TeamViewer stellt eine Remote-Verbindung zu anderen Computern über das Internet her. Es ermöglicht Fernwartung von PCs sowie Desktop-Sharing für Online-Präsentationen oder Teamarbeit.
LogMeIn Free ermöglicht einen schnellen und einfachen Fernzugriff auf den heimischen Rechner von überall aus. Nach der Installation der Software auf dem eignen Rechner lässt er sich über jeden PC mit Internetanschluss durch einen Webbrowser fernsteuern. Der Nutzer hat dabei vollen Zugriff auf alle installierten Programme.
Mit UltraVNC lassen sich fremde Rechner vom eigenen Computer aus steuern. Das Programm kann mit anderen Rechnern genutzt werden, auf denen UltraVNC oder ein anderer VNC-kompatibler Server installiert ist. Für den Zugriff auf einen Rechner in einem Heim- oder Firmennetz, muss der Anwender den NAT-Router selbst konfigurieren.
TightVNC ist eine kostenlose Remote-Desktop-Client-Software, mit der auf andere Rechner zugegriffen werden kann. Das Open-Source-Programm setzt ebenfalls auf den Standard VNC. Es ist durch die Komprimierung von Grafiken auf niedrige Bandbreite spezialisiert. Es bietet einen Java-Client, der von jedem Rechner mit installierter Java-VM genutzt werden kann. Die aktuelle Version 2.0 Beta 2 bietet vollständige Unterstützung für Windows Vista und Windows 7.Das für Privatanwender kostenlose Programm TeamViewer stellt eine Remote-Verbindung zu anderen Computern über das Internet her. Es ermöglicht Fernwartung von PCs sowie Desktop-Sharing für Online-Präsentationen oder Teamarbeit.
Weitere Features
- VoIP- und Video-Konferenzen
- Sitzungsaufzeichnungen
- Chatfunktion
- Dateiübertragungen
- VPN-Verbindungen
- funktioniert in Proxy-, Firewall- und NAT-Umgebungen
- 256-Bit-AES-Verschlüsselung mit 1024-Bit-RSA-Key-Exchange
- kompatibel zum VNC-Protokoll
- MAC- und Linux-Versionen verfügbar[1]
Fazit
Neben der Kompatibilität mit dem VNC-Standard bietet das Programm zahlreiche Zusatzfeatures. Mit der VPN-Funktion kann man auf alle Netzwerkdienste des entfernten Computers zugreifen.
Zum Download[2]LogMeIn Free ermöglicht einen schnellen und einfachen Fernzugriff auf den heimischen Rechner von überall aus. Nach der Installation der Software auf dem eignen Rechner lässt er sich über jeden PC mit Internetanschluss durch einen Webbrowser fernsteuern. Der Nutzer hat dabei vollen Zugriff auf alle installierten Programme.
Weitere Features
- Zugriff von einem beliebigen Browser
- Zugriff auf einen Windows-PC oder Mac
- Fernsteuerung und Desktopansicht
- unterstützt Copy and paste zwischen zwei Rechnern
- Wake-on-LAN
- Chat
- AES-256-Bit-Verschlüsselung
- SSL/TLS-Eindringlingserkennung
- IP-Adressensperre
- keine Firewall-, Router- oder Proxy-Konfiguration erforderlich
- keine Administratorrechte für Ferncomputer notwendig
Fazit
Das praktische Freeware-Tool macht es nach wenigen Einrichtungsschritten möglich, auf den eigenen Computer aus der Ferne zuzugreifen. Die Nutzung und die Oberfläche sind einfach und verständlich.
Zum Download[3]Mit UltraVNC lassen sich fremde Rechner vom eigenen Computer aus steuern. Das Programm kann mit anderen Rechnern genutzt werden, auf denen UltraVNC oder ein anderer VNC-kompatibler Server installiert ist. Für den Zugriff auf einen Rechner in einem Heim- oder Firmennetz, muss der Anwender den NAT-Router selbst konfigurieren.
Weitere Features:
- Chat, Dateitransfer und Java-Viewer
- Datenverschlüsselung
- Add-On-Schnittstelle für weitere Funktionen
- Active-Directory-Unterstützung
Fazit
Die Remote-Desktop-Software, bestehend aus Server- und Client-Komponente, bietet einen zuverlässigen Zugriff auf ferne Systeme. UltraVNC arbeitet schnell und verfügt über zahlreiche Funktionen.
Zum Download[4]TightVNC ist eine kostenlose Remote-Desktop-Client-Software, mit der auf andere Rechner zugegriffen werden kann. Das Open-Source-Programm setzt ebenfalls auf den Standard VNC. Es ist durch die Komprimierung von Grafiken auf niedrige Bandbreite spezialisiert. Es bietet einen Java-Client, der von jedem Rechner mit installierter Java-VM genutzt werden kann. Die aktuelle Version 2.0 Beta 2 bietet vollständige Unterstützung für Windows Vista und Windows 7.
Weitere Features:
- Dateitransfer zwischen Server und Rechner
- effizienter Kompressionsalgorithmus
- Kompressionsstufen sind konfigurierbar
- optionale Kompression von JPEGs
- Browserzugang per Java-Applet
- unterstützt zwei Passwörter
- auf Unix-Rechnern können sichere Verbindungen über SSH erstellt werden
- Echtzeiteinstellungen
- unterstützt Loopback-Verbindungen
Fazit
Die Bedienung ist sehr einfach. Damit Tightvnc mit jeder Verbindungs-Geschwindigkeit möglichst schnell läuft, lassen sich die Kompressions-Level der zu übertragenden Daten manuell einstellen. Das Tool funktioniert zuverlässig und ist leistungsstark.
Zum Download[5]
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